120 Jahre Christentum bei den Simalungun: Solingens ökumenische Reise nach Sumatra
Ella Becker120 Jahre Christentum bei den Simalungun: Solingens ökumenische Reise nach Sumatra
Eine Delegation des Kirchenkreises Solingen in Deutschland reiste kürzlich nach Sumatra, Indonesien, um mit ihren langjährigen Partnern ein bedeutendes Jubiläum zu feiern. Der Besuch markierte den 120. Jahrestag der Ankunft des Evangeliums bei den Simalungun. Beide Seiten nutzten die Gelegenheit, ihre jahrzehntelange ökumenische Verbindung weiter zu festigen.
Die Partnerschaft zwischen Solingen und der GKPS (Protestantische Christliche Kirche in Sumatra) begann in den 1980er-Jahren und wurde 2003 offiziell erneuert. Die GKPS, 1903 gegründet, zählt heute fast 250.000 Mitglieder in einer Region, in der die Mehrheit der Bevölkerung dem Islam folgt.
Während der Reise nahm die deutsche Delegation an den „Olob Olob“-Feierlichkeiten teil – ein Begriff aus der lokalen Simalungun-Sprache, der „große Freude“ bedeutet. Höhepunkt war die Jubiläumsveranstaltung zum 120-jährigen Bestehen des Christentums in der Simalungun-Gemeinschaft.
Im Rahmen einer Partnerschaftskonsultation wurden bisherige gemeinsame Projekte bewertet, darunter ein 2018 gestartetes Aufforstungsprojekt und ein 2021 von Solingen unterstütztes Finanzhilfeprogramm. Die Gespräche konzentrierten sich auch auf künftige Vorhaben, wobei beide Seiten übereinstimmten, die Zusammenarbeit zu vertiefen.
Alle Beteiligten bekräftigten ihr Engagement, die Partnerschaft auf Augenhöhe fortzuführen. Zudem verpflichteten sie sich, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen und die Einbindung junger Menschen zu fördern.
Der Besuch stärkte die Bindung zwischen dem Kirchenkreis Solingen und der GKPS. Beide Seiten verließen Sumatra mit konkreten Plänen für weitere gemeinsame Initiativen und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses. Die Jubiläumsfeiern unterstrichen zudem die nachhaltige Wirkung ihrer gemeinsamen Geschichte.






