04 May 2026, 00:09

30 Jahre PSU: Wie die Polizei NRW traumatisierte Beamte schützt

Gruppe von Polizeibeamten vor einer Berliner Volksbank stehend, einige halten Helme in den Händen, mit einem Auto auf der rechten Seite und einem Baum auf der linken Seite, Gebäude mit Fenstern und Texttafeln im Hintergrund.

30 Jahre PSU: Wie die Polizei NRW traumatisierte Beamte schützt

Psychosoziales Unterstützungsteam der Polizei NRW feiert 30-jähriges Jubiläum als erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland

Das Psychosoziale Unterstützungsteam (PSU) der Polizei Nordrhein-Westfalen blickt auf 30 Jahre zurück – als erste Einheit dieser Art in Deutschland. Gegründet, um Beamte bei der Bewältigung traumatischer Einsätze zu unterstützen, ist das Team bis heute eine unverzichtbare Anlaufstelle für Einsatzkräfte. Innenminister Herbert Reul würdigte kürzlich bei einer Festveranstaltung das langjährige Engagement der Einheit.

Das PSU wurde 1994 ins Leben gerufen, um die psychischen Folgen schwerer Unfälle, Schussvorfälle und Suizide für Polizeikräfte aufzufangen. Mittlerweile hat es sich zu einer spezialisierten Abteilung mit 13 Polizeibeamten und fünf Polizeiärzten entwickelt, die nach dem SbE/CISM-Standard ausgebildet sind. Ihre Arbeit garantiert, dass Einsatzkräfte nach belastenden Operationen maßgeschneiderte Hilfe erhalten.

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Alleiner im Jahr 2023 leistete das Team bei 130 Einsätzen Sofort- und Nachsorge. Drei seiner Mitglieder – Polizeidirektorin Nicole Pletha, Kriminaldirektor Stefan Winkler und Polizeioberrat Guido Bloch – sind im Märkischen Kreis stationiert. Rund um die Uhr steht das PSU bereit, um die psychische Gesundheit und Einsatzfähigkeit der Beamten vor Ort zu sichern.

Das Innenministerium betonte in einer aktuellen Pressemitteilung die Bedeutung des Teams und dessen jahrzehntelangen Dienst. Minister Reuls Würdigung unterstrich den Einsatz der Einheit, die sich um den Schutz derer kümmert, die selbst die Öffentlichkeit beschützen. Weitere Informationen gibt es unter polizei.nrw/presse.

Das PSU setzt weiterhin Maßstäbe in der psychologischen Betreuung innerhalb der deutschen Polizeibehörden. Mit 30 Jahren Erfahrung bleibt seine Arbeit entscheidend, um langfristige Traumafolgen bei Einsatzkräften zu mildern. Durch das kontinuierliche Engagement der Einheit erhalten Beamte die nötige Unterstützung, um ihre verantwortungsvollen Aufgaben zu erfüllen.

Quelle