10 March 2026, 10:04

Abschied von der "Arche": Solingens evangelisches Zentrum schließt 2027

Eine evangelische Kirche in Bacoor City, Cavite, mit einem Schild, einem Metallzaun, einer Wand, Bäumen, Fahrzeugen, Gebäuden, Polen und einem bewölkten Himmel.

Abschied von der "Arche": Solingens evangelisches Zentrum schließt 2027

Das Gemeinschaftszentrum "Arche" in Solingen schließt am 1. Februar 2027 seine Türen – und setzt damit für die evangelische Kirche in Dorp einen Schlusspunkt unter eine Ära. Seit 1983 war das Zentrum ein Ort des Gottesdienstes und der Begegnung. Die nun vollzogene Profanierung ist das Ergebnis jahrelanger Planung und spiegelt zugleich die größeren Umbrüche innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland wider.

Die Weichen für die Schließung wurden bereits vor langer Zeit gestellt. Bereits 2011 beschlossen Kirchenvertreter, die "Arche" schrittweise zwischen 2020 und 2030 aufzugeben. Das formale Profanierungsverfahren begann im Juli 2025, die endgültige Genehmigung erteilte das regionale Kirchenamt.

Die Entscheidung steht im Einklang mit einer übergeordneten Strategie zur Reduzierung der Kirchengebäude. Die Evangelische Kirche im Rheinland strebt an, ihren Bestand von derzeit rund 900 auf etwa 700 Immobilien bis Mitte der 2030er-Jahre zu verringern. Dazu gehören die Zusammenlegung von Gemeinden, der Verkauf wenig genutzter Liegenschaften sowie die Modernisierung verbleibender Standorte für flexiblere Nutzungen. Andrea Enders, eine Kirchenälteste, bezeichnete den Schritt als notwendig und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit an weniger, aber besser ausgestatteten Orten.

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Obwohl die Schließung der "Arche" für viele schmerzhaft ist, wurde die Gemeinde von Anfang an einbezogen. Pfarrerin Raphaela Demski-Galla räumte die emotionale Belastung ein, hob aber die Transparenz des Prozesses hervor. Unberührt von der Schließung bleibt die benachbarte Kita Arche, die weiterhin betrieben wird.

Künftige Aktivitäten verlagern sich in die Dorper Kirche, die mit einem Gottesdienstraum, einem Café, einem Gemeindehaus, Besprechungszimmern und Außenflächen gut aufgestellt ist. Einige Veranstaltungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden zudem im nahegelegenen Goudahof stattfinden.

Die Profanierung der "Arche" steht exemplarisch für lokale und regionale Veränderungen in der Kirchenlandschaft. Mit weniger Gebäuden können Ressourcen gezielter in nachhaltige, zentralere Standorte fließen. Die Gemeinde wird sich künftig vor allem in der Dorper Kirche versammeln, wo bereits jetzt die Strukturen für ein lebendiges Miteinander bestehen.

Quelle