20 June 2026, 06:03

Altes Bahn-Foto von Rüdiger Grube löst Debatte über Sicherheitsmängel aus

Fragwürdiges Rollenvorbild: Herr Grube, sind Fotos im Gleisbereich wirklich eine gute Idee?

Altes Bahn-Foto von Rüdiger Grube löst Debatte über Sicherheitsmängel aus

Ein Pressebild aus dem Jahr 2014 sorgt unter Eisenbahnmitarbeitern für Aufsehen. Es zeigt den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, wie er während einer Presseveranstaltung im Gleisbereich steht. Die Aufnahme hat Fragen zur Einhaltung von Sicherheitsvorschriften im Unternehmen aufgeworfen.

Das Foto wurde im Juni 2014 von einem Fotografen der Bildagentur Picture Alliance mit Grubes Zustimmung aufgenommen. Es entstand auf einem abgesperrten Gleisabschnitt, doch Grube trug sichtbar keine Warnweste.

Laut Deutsche Bahn ist der Zutritt zu Gleisanlagen nur im Rahmen dienstlicher Aufgaben, mit einer genehmigten Vereinbarung oder für Eisenbahnmitarbeiter in Ausübung ihres Berufs gestattet. Das Foto wird kritisiert, da es eine lasche Haltung gegenüber diesen strengen Sicherheitsbestimmungen vermittelt.

Seit Jahren weisen die Deutsche Bahn und die Bundespolizei auf die Gefahren im Bahnbetrieb hin. Sie betonen, dass unbefugte Personen auf den Gleisen nicht nur ihr Leben riskieren, sondern auch den Zugverkehr behindern und damit Verspätungen oder Ausfälle verursachen können. Immer wieder dringen Kinder und Jugendliche in Gleisbereiche ein, um Selfies zu machen – ein weiteres Indiz für die Notwendigkeit konsequenter Sicherheitsmaßnahmen.

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Das Unternehmen bewertet die Veröffentlichung des Fotos als problematisch. Es will den Vorfall nutzen, um die Mitarbeiter der Pressestelle erneut für Sicherheit und Unfallverhütung zu sensibilisieren. Die Aufnahme hat die Debatte über die Bedeutung der Einhaltung von Bahnsicherheitsprotokollen neu entfacht.

Quelle