Apotheken schlagen Alarm: Bundesweiter Streik für faire Medikamentenpreise
Lara LangApotheken schlagen Alarm: Bundesweiter Streik für faire Medikamentenpreise
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf große Proteste am 23. März vor
Tausende Apotheken werden an diesem Tag für eine Stunde ihre Türen schließen, um höhere Festzuschläge für die Abgabe von Medikamenten zu fordern. Die Apothekervereinigung Nordrhein (AVNR) ruft landesweit zur Solidarität auf und organisiert den bundesweiten Aktionsaufruf.
Die AVNR stellt eine klare Forderung: Der Festzuschlag muss auf 9,50 Euro steigen. Ohne diese Anpassung warnt der Verband vor anhaltender finanzieller Belastung für die Apotheken. Seit 2013 sind die Kosten um 65 Prozent gestiegen, während die Vergütung stagniert – mit der Folge, dass fast 20 Prozent der Apotheken in diesem Zeitraum schließen mussten.
Proteste finden in mehreren Großstädten statt, darunter Berlin, München, Hannover und Düsseldorf. In Düsseldorf beginnt die Kundgebung um 12 Uhr auf dem Burgplatz und dauert bis etwa 13 Uhr. Teilnehmer werden aufgefordert, in weißen Kitteln zu erscheinen und mit ihren gesamten Teams zu kommen, um Geschlossenheit zu demonstrieren.
Die AVNR lehnt Vorschläge für "Apotheken ohne Labor" oder "ohne Apotheker" entschieden ab. Stattdessen betont der Verband die Notwendigkeit einer gemeinsamen Front, um Veränderungen durchzusetzen. Zudem erwartet die AVNR von den Behörden, das Protestrecht der Apotheken ohne Einschränkungen zu respektieren.
Mit der bundesweiten Schließung soll auf die finanzielle Notlage der Apotheken aufmerksam gemacht werden. Sollte die Forderung nach höheren Zuschlägen nicht erfüllt werden, drohen weitere Schließungen. Der Protest markiert einen entscheidenden Moment für die Branche, die nachhaltige Finanzierungslösungen sucht.






