Apotheker fordern letzte Änderungen an umstrittenen Reformplänen der Regierung
Elias LehmannApotheker fordern letzte Änderungen an umstrittenen Reformplänen der Regierung
Deutsche Apotheker drängen auf dringende Änderungen an der bevorstehenden Apothekenreform. Zwar hatten die ursprünglichen Pläne der Koalition zunächst Hoffnung geweckt, doch nach der Vorstellung zentraler Details durch Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf dem Deutschen Apothekertag (DAT) wachsen die Bedenken. Nun fordert die Branche in letzter Minute Nachbesserungen, bevor der Gesetzentwurf ins Kabinett gelangt.
Auf der heutigen Mitgliederversammlung forderte Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR), umgehendes Handeln. Die Reform stehe an einem „entscheidenden Scheideweg“ für das deutsche Gesundheitssystem, das durch steigende Patientenzahlen und sinkende Gesundheitskompetenz unter Druck gerate. Hoffmann betonte, das Modell der inhabergeführten Apotheken müsse „um jeden Preis“ erhalten bleiben.
Der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hat fünf dringende Prioritäten im Referentenentwurf benannt. Diese Änderungen gelten als überlebenswichtig für die Apotheken und die Stabilität des gesamten Sektors. Besonders drängend sei die Frage der Vergütung.
Statt zu öffentlichen Protesten aufzurufen, setzt der Verband bis zum 17. Dezember auf den Dialog mit der Politik. An diesem Tag soll der Entwurf im Kabinett beraten werden; die erste Lesung im Bundestag ist für Ende Januar geplant.
Die Apothekenreform steht nun unter Zeitdruck. Die Branchenvertreter setzen auf Verhandlungen statt auf Eskalation, um vor der Kabinettsbefassung noch zentrale Korrekturen durchzusetzen. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie Apotheken in einem zunehmend belasteten Gesundheitssystem künftig arbeiten können.






