09 June 2026, 20:03

Automobil- und Schifffahrtsbranche setzen auf grüne Transportrevolution bis 2030

Wallenius Wilhelmsen sichert nachhaltige Kapazitäten mit PCTC-Bestellungen

Automobil- und Schifffahrtsbranche setzen auf grüne Transportrevolution bis 2030

Große Automobilhersteller und Schifffahrtsunternehmen treiben die Entwicklung umweltfreundlicherer Transportlösungen voran. Neue Investitionen in emissionsarme Schiffe sollen den CO₂-Fußabdruck in globalen Lieferketten verringern. Die Wende kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen um die Erfüllung strengerer Umweltziele bis zum Ende des Jahrzehnts wetteifern.

2023 verpflichtete sich Hyundai Glovis mit 1,89 Milliarden US-Dollar zum Bau von zwölf dual-fuelfähigen Autotransportern, die mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden können. Auch die Volkswagen Group hat damit begonnen, LNG-betriebene Schiffe für transatlantische Fahrzeuglieferungen zu chartern. Diese Schritte spiegeln einen branchenweiten Trend zu saubereren Kraftstoffalternativen wider.

Wallenius Wilhelmsen geht noch einen Schritt weiter und hat Methanol-Dual-Fuel-Schiffe in Auftrag gegeben, die jeweils 9.300 Fahrzeuge transportieren können. Diese Schiffe lassen sich auf alternative Kraftstoffe umstellen und werden ammoniakfähig sein, sobald die Technologie marktreif ist. Das Torrens-PCTC des Unternehmens machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als es als erstes Schiff in Korea mit B30-HSFO-Biokraftstoff betankt wurde.

Das Orcelle-Projekt des Unternehmens, ein segelunterstützter Autotransporter, erhielt 2023 aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon Mittel in Höhe von 9 Millionen Euro (9,7 Millionen US-Dollar). Dieses experimentelle Design zielt darauf ab, Windkraft mit herkömmlichem Antrieb zu kombinieren. Xavier Leroi, COO der Schifffahrtsdienste bei Wallenius Wilhelmsen, betonte, dass diese neuen Schiffe entscheidend seien, um bis 2027 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Unterdessen hat Ford Europe aufgrund anhaltender Schiffsknappheit seit der Covid-Pandemie damit begonnen, eigene Schiffe zu chartern. Der Kapazitätsmangel zwingt die Automobilhersteller, sich dedizierte Transportkapazitäten zu sichern, um die Lieferketten aufrechtzuerhalten.

Die Nachfrage nach nachhaltiger Schifffahrt gewinnt an Fahrt – Milliarden werden in LNG, Methanol und sogar windunterstützte Antriebssysteme investiert. Diese Schiffe werden Herstellern und Logistikunternehmen helfen, ihre Emissionen zu senken und sich gleichzeitig an strengere Vorschriften anzupassen. Die ersten Netto-Null-Dienstleistungen könnten bereits in den nächsten drei Jahren Realität werden.

Quelle