06 May 2026, 20:02

Bergisch Gladbach: 46 ungenutzte Betreuungsplätze sorgen für Alarmstimmung bei Tagespflegepersonen

Ein Babyladen in einem Einkaufszentrum mit Menschen, Spielzeugen, Regalen, Schildern, einem Bildschirm und Deckenleuchten, befindet sich im Mall of Asia.

Bergisch Gladbach: 46 ungenutzte Betreuungsplätze sorgen für Alarmstimmung bei Tagespflegepersonen

Kinderbetreuung in Bergisch Gladbach: Dutzende Plätze bleiben unbesetzt

Kinderbetreuerinnen und -betreuer in Bergisch Gladbach stehen vor einem wachsenden Problem: Dutzende Plätze in der Kindertagespflege bleiben für das kommende Betreuungsjahr ungenutzt. Während die Geburtenraten sinken und Kitas ihre Kapazitäten ausbauen, kämpfen Tagespflegepersonen damit, ihre Angebote zu füllen – 46 Plätze bleiben für den anstehenden Zeitraum unvergeben.

Der Rückgang der Kleinkinderzahlen hat zu einem Überangebot an Betreuungsplätzen geführt. Viele Eltern bevorzugen zwar nach wie vor die Tagespflege für Kinder unter drei Jahren, doch einige wechseln bereits nach wenigen Wochen oder Monaten in eine Kita. Der Druck seitens der Einrichtungen sowie die Sorge, spätere Chancen zu verpassen, treiben diesen Wechsel oft voran.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zudem mehren sich die finanziellen und strukturellen Herausforderungen für Tagespflegepersonen. Die Interessengemeinschaft Kindertagespflege Bergisch Gladbach betont, wie wichtig diese Betreuungsform gerade für die jüngsten Kinder bleibt. Dennoch wächst die Unsicherheit – erfahrene Fachkräfte wie Sarah Heller steigen mittlerweile ganz aus dem Beruf aus.

Jenni Löllgen, eine weitere Vertreterin der Branche, unterstreicht, dass Tagespflege und Kitas Hand in Hand arbeiten sollten – nicht in Konkurrenz zueinander. Doch die aktuelle Belastung wirft Fragen zur Zukunft dieser Betreuungsform in der Stadt auf.

Für das nächste Jahr bleiben 46 Plätze in der Kindertagespflege unbesetzt. Die Anbieter weisen auf die Bedeutung ihrer Arbeit hin, besonders für unter Dreijährige, doch die finanziellen und demografischen Belastungen bestehen fort. Ohne Veränderungen könnte das System in den kommenden Jahren weiter ins Wanken geraten.

Quelle