Bergisch Gladbach setzt "Bauturbo" ein – 70 neue Wohnungen in Sicht
Bergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit „Bauturbo“-Regelungen
Die Stadt Bergisch Gladbach treibt mehrere Wohnprojekte mit ihren neuen Schnellverfahren voran, die unter dem Namen Bauturbo bekannt sind. Angesichts eines akuten Wohnraummangels – verursacht auch durch restriktive Bebauungsvorschriften, die viele Grundstücke brachliegen ließen – sollen die neuen Regelungen blockierte Vorhaben endlich realisierbar machen.
Eines der größten Projekte stammt von der BIG Bensberg GmbH. Das Unternehmen plant, das Schloss Center an der Schlossstraße um drei Stockwerke zu erweitern. Dadurch entstehen 59 altersgerechte Wohnungen, die zwar die bisherigen Bebauungsgrenzen überschreiten, aber zur Strategie der Stadt passen, verdichteten und seniorenfreundlichen Wohnraum zu schaffen.
Ein weiteres Vorhaben betrifft ein unbebautes Grundstück zwischen der Paffrather Straße und dem Einkaufszentrum Rhein-Berg Passage. Hier soll ein neues Wohngebäude entstehen, wobei die genauen Planungen noch geprüft werden.
Ein drittes Projekt, das zuvor an einem Streit über die Zufahrt gescheitert war, kann nun umgesetzt werden. An der Rommerscheider Straße entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Rodenbach-Schlosserei ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken. Die Pläne sehen eine Tiefgarage, 19 Wohnungen sowie sieben Einzelgaragen vor.
Die Stadt hat alle drei Vorhaben im Rahmen des Bauturbos befürwortet und verweist auf deren Potenzial, die angespannte Wohnraumsituation zu entlasten. Über die endgültige Genehmigung wird in einer kommenden Sitzung entschieden.
Dank des Bauturbo-Verfahrens kommen lang blockierte Projekte nun voran. Bei einer Zustimmung würden die Neubauten über 70 Wohnungen zum städtischen Bestand hinzufügen. Die Regelungen bieten zudem die nötige Flexibilität, um frühere Planungshemmnisse zu überwinden.






