07 May 2026, 14:06

Berliner Theaterabend zwischen Apokalypse und unkonventioneller Angsttherapie

Alter deutscher Filmplakat für "Munchener Automaten-Kasperl- und Geister-Theater" mit einer Gruppe farbenfroher Kostüme umgeben von Text.

Berliner Theaterabend zwischen Apokalypse und unkonventioneller Angsttherapie

Ein jüngster Theaterbesuch in Berlin entwickelte sich zu einer unerwarteten Reise zwischen Extremen. Der Abend begann mit einem visuell beeindruckenden Stück über Überleben und menschliche Verbundenheit. Doch die Nacht nahm eine seltsame Wendung, als das Publikum später nach einer ungewöhnlichen Form der Therapie Erholung suchte.

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Die Erfahrung ließ einen Besucher seinen nächsten Theaterbesuch in der Stadt infrage stellen – besonders in Häusern, in denen ein bestimmter Schauspieler auftritt, der für seine unkonventionellen Auftritte bekannt ist.

Der Abend startete mit einem Stück, das visuell verblüffte und sich mit Themen wie Apokalypse, Durchhaltevermögen und Solidarität auseinandersetzte. Das Publikum reagierte mit lautem Applaus, doch aus den hinteren Reihen ertönte ein missbilligendes „Buh“. Trotz der Intensität stammte die Inszenierung nicht von René Pollesch.

Anschließend besuchte die Gruppe Frühling für Hitler, um abzuschalten. Die Wahl folgte auf eine Desensibilisierungstherapie, die eine Freundin empfohlen hatte, um langjährige Ängste zu überwinden. Die Therapie war durch die Sorgen vor einem bekannten Berliner Schauspieler ausgelöst worden, der häufig nackt auftritt und die vierte Wand durchbricht, um mit dem Publikum zu interagieren.

Um sich ihrer Unbehaglichkeit zu stellen, erstellte die Gruppe eine Liste von Herausforderungen. Sie begann mit „Besuche jede Vorstellung des nackten Schauspielers“ und endete mit „Mache eine Kreuzfahrt mit Pflichtbesuch der Abendshow Heino trifft Rammstein.“ Als sie den letzten Punkt erreichten, hinterließ die Vorstellung ein mulmiges Gefühl.

Der Abend verband mutiges Theater mit persönlichen Experimenten im Umgang mit Angst. Die Erfahrung bestärkte die Zweifel, ob sie noch einmal Veranstaltungsorte mit dem umstrittenen Schauspieler aufsuchen würden. Vorerst bleibt die Gruppe zögerlich – doch die Erinnerung an die kraftvolle Bühnengestaltung des Stücks bleibt haften.

Quelle