11 March 2026, 18:03

BGH beendet jahrelangen Postbank-Streit mit Deutsche Bank endgültig

Ein altes deutsches Wertpapier, ausgestellt von der Deutschen Vereinsbank in Frankfurt, Deutschland, auf Papier gedruckt.

BGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - BGH beendet jahrelangen Postbank-Streit mit Deutsche Bank endgültig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat einen langjährigen Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Postbank beendet. Im Mittelpunkt des Konflikts stand ein Übernahmeangebot aus dem Jahr 2010, das Anleger als unangemessen niedrig kritisierten. Nach jahrelangen Gerichtsverfahren setzt das nunmehr endgültige Urteil diesem Fall ein für alle Mal ein Ende.

Der Streit begann, als die Deutsche Bank 2010 die Postbank übernahm und den Aktionären 25 Euro pro Aktie bot. Eine Gruppe von 13 ehemaligen Anlegern hielt dies für zu gering und verwies auf den Aktienkurs von 57,25 Euro im Jahr 2008. Sie klagten vor dem Oberlandesgericht Köln mit der Begründung, die Deutsche Bank habe bereits 2008 die Kontrolle über die Postbank erlangt und hätte daher ein Angebot zu diesem höheren Kurs abgeben müssen.

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Das Landgericht gab den Aktionären recht, woraufhin die Deutsche Bank Berufung einlegte. Der BGH wies diese jedoch zurück und bestätigte das vorherige Urteil. Zudem lehnte das Gericht weitere Rechtsmittel ab und erklärte, es gebe keine Gründe für eine erneute Prüfung.

Mit dem nun rechtskräftigen Urteil ist der jahrelange Streit um die Entschädigung offiziell beendet.

Die Entscheidung des BGH bedeutet, dass die Deutsche Bank das Urteil akzeptieren muss, das die Forderungen der Aktionäre in vollem Umfang bestätigt. Der über ein Jahrzehnt andauernde Fall ist damit juristisch abschließend geklärt – weitere Berufungen oder Anfechtungen sind nicht mehr möglich.

Quelle