Busunternehmen in NRW kämpfen mit explodierenden Benzinpreisen und drohender Pleitewelle
Lara LangBusunternehmen in NRW kämpfen mit explodierenden Benzinpreisen und drohender Pleitewelle
Busunternehmen in Nordrhein-Westfalen ächzen unter explodierenden Benzinpreisen – viele Betreiber stehen vor existenziellen Problemen. Der Inhaber eines regionalen Busunternehmens, Thomas Fischer, hat nun angekündigt, wegen der weiter steigenden Spritpreise einen Kraftstoffzuschlag für Kunden einzuführen.
Die Benzinpreise in Deutschland sanken 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht und pendelten sich im Schnitt zwischen 1,60 und 1,75 Euro pro Liter ein. Doch seit Anfang 2025 steigen die Kosten wieder deutlich – für Betreiber wie Fischer wird die Situation zunehmend prekär. Anders als große Unternehmen mit eigenen Tanklagern muss er zum aktuellen Marktpreis nachtanken, der kontinuierlich klettert.
Der Verband der Busunternehmen Nordrhein-Westfalen bestätigt, dass viele Branchenvertreter unter massivem Kostendruck stehen. Einige Kollegen berichten sogar, ihnen gehe schlicht das Geld für Sprit aus, sodass sie ihre Ausgaben nicht mehr decken könnten. Besonders hart trifft es die Linienbusbetreiber, die in langfristigen Verträgen ohne Kraftstoffklauseln gebunden sind.
Fischer schätzt, dass jede Fahrt durch die Benzinpreiserhöhungen mittlerweile rund 200 Euro mehr kostet. Um dies auszugleichen, wird er künftig einen Aufschlag auf die Buchungen erheben. Kunden, die den Zuschlag nicht zahlen können oder wollen, dürfen ohne Stornogebühren absagen.
Die Maßnahme spiegelt die generellen Herausforderungen der Branche wider: Steigende Benzinpreise drücken die Gewinne, und Betreiber mit Festverträgen oder ohne Subventionen stehen vor den schwierigsten Entscheidungen. Manche bleibt kaum eine andere Wahl, als die Mehrkosten an die Fahrgäste weiterzugeben.






