CDU Solingen attackiert Oberbürgermeister Kurzbach wegen Alleingangs beim Kunstzentrum
Leon FischerCDU Solingen attackiert Oberbürgermeister Kurzbach wegen Alleingangs beim Kunstzentrum
Die Solinger CDU hat scharfe Kritik an der Vorgehensweise von Oberbürgermeister Tim Kurzbach im Umgang mit dem Zentrum für verfolgte Künste geübt. Die Partei wirft ihm vor, einseitige Aussagen getroffen zu haben, ohne den zuständigen Ausschuss zu konsultieren. Seine Alleingänge stoßen bei führenden CDU-Vertretern auf Ablehnung.
Kurzbach hatte kürzlich eigenständig Erklärungen zur Zukunft des Zentrums für verfolgte Künste abgegeben, darunter mögliche städtische Finanzhilfen für eine Erweiterung im historischen Gräfrather Rathaus. Dabei unterließ er es jedoch, den Kulturausschuss vorab zu informieren.
Daniel Flemm, Fraktionsvorsitzender der CDU, kritisierte, dass das Vorgehen des Oberbürgermeisters die Glaubwürdigkeit der lokalen Politik untergrabe. Auch Sebastian Haug, Vorsitzender des Kulturausschusses, rügte Kurzbachs Solo-Ankündigung. Die CDU bewertet die Aussagen als irreführend und verweist auf ungeklärte Fragen zur Finanzierung und zum Denkmalschutz.
Die Partei besteht darauf, dass zunächst die Zukunft des Solinger Kunstmuseums geklärt werden müsse. Flemm und Haug sind sich einig, dass die Unterbringung der städtischen Kunstsammlung in der alten Sparkasse in Gräfrath keine dauerhafte Lösung darstelle. Sie fordern im nächsten Ausschusstreffen klare Antworten auf die zahlreichen offenen Fragen zum Sanierungsprojekt.
Die Kritik der CDU zeigt die Spannungen um Entscheidungsprozesse in Solingen auf. Die Partei verlangt volle Transparenz und eine ordnungsgemäße Beteiligung aller Gremien, bevor Pläne für eine Erweiterung weiterverfolgt werden. Die nächste Sitzung des Kulturausschusses wird entscheidend sein, um die aufgeworfenen Bedenken zu klären.






