14 March 2026, 16:03

Cyberkriminelle täuschen Deutsche mit gefälschten Anlagebetrug über Millionen

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Gebühren in Familienrechnungen unterbringen, kann das Hunderte von Dollar im Monat kosten."

Cyberkriminelle täuschen Deutsche mit gefälschten Anlagebetrug über Millionen

Cyberkriminelle zielen zunehmend mit gefälschten Anlagebetrug auf Deutsche ab – vor allem über soziale Medien und Chatgruppen. Im vergangenen Jahr verursachte ein einziges Betrugsnetzwerk bei 235 Opfern Verluste in Höhe von 28,6 Millionen Euro. Die Täter setzen auf psychologischen Druck und gefälschte Handelsplattformen, um ihre Opfer zur Herausgabe von Geld zu bewegen.

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Bei einer großangelegten Aktion nutzten die Betrüger gemietete IT-Infrastrukturen und Callcenter, die über Briefkastenfirmen betrieben wurden. Die oft in Israel und der Ukraine ansässigen Kriminellen warben zunächst online für die scheinbar seriösen Plattformen, um die Opfer anschließend unter Zeitdruck zu schnellen Investitionen zu drängen. Ein Bewohner aus Mönchengladbach überwies nach einer Kontaktaufnahme per Chat 60.000 Euro – in der Annahme, sein Geld sicher anzulegen.

Häufig beginnen die Betrugsmaschen mit unaufgeforderten Nachrichten oder manipulierten QR-Codes. In privaten Chats werden Opfer zudem dazu verleitet, Bankdaten preiszugeben. Sobald das Geld überwiesen ist, kommt es oft zu Streitigkeiten darüber, ob die Geschädigten grob fahrlässig gehandelt haben – was die Rückerstattung erschwert.

Experten warnen: Wer sich mit digitalen Risiken nicht auskennt, ist besonders gefährdet. Zwei Drittel der Internetnutzer in Deutschland waren bereits Opfer einer Form von Cyberkriminalität. Die Verbraucherzentrale hat mittlerweile eine eigene Informationsseite eingerichtet, die bei Finanzbetrug sofortige Hilfe bietet.

Betroffene sollten Anzeige bei der Polizei erstatten, ihre Konten sperren lassen und sich an die Empfängerbank wenden. Vorbeugung bleibt entscheidend: Unerbetene Kontakte meiden, unerwartete Nachrichten hinterfragen und sichere Browser nutzen, verringert die Risiken. Die Behörden ermitteln zwar gegen Betrugsnetzwerke, doch viele Fälle werden nie angezeigt.

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