29 April 2026, 12:05

Deutschlandticket bleibt trotz Preiserhöhung auf 58 Euro beliebt – doch nicht überall

Eine große Menschenmenge geht eine Straße in Berlin, Deutschland, entlang, mit Laternenpfählen an der Straße, Bäumen und einem Turm mit einer Statue im Hintergrund und Gebäuden unter einem bewölkten Himmel.

Deutschlandticket bleibt trotz Preiserhöhung auf 58 Euro beliebt – doch nicht überall

Deutschlandticket kostet seit Januar 2025 58 Euro – doch die Beliebtheit bleibt

Das bundesweite Deutschlandticket kostet nach der Preiserhöhung im Januar 2025 nun 58 Euro. Trotz des Anstiegs behält das Abo-Ticket, das unbegrenzte Fahrten mit Bussen und Regionalzügen ermöglicht, in Schlüsseregionen wie Nordrhein-Westfalen seine Attraktivität. Nur wenige Nutzer haben gekündigt, auch wenn einige Verkehrsverbünde Verschiebungen in der Nachfrage verzeichnen.

Ursprünglich für 49 Euro eingeführt, ermöglichte das Deutschlandticket monatlich unbegrenztes Fahren in Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland. Fernzüge sind jedoch weiterhin nicht im Ticket enthalten. Dank der monatlichen Kündigungsmöglichkeit können Nutzer flexibel auf Preisänderungen reagieren.

Eine Umfrage vor der Erhöhung hatte mit Kündigungen gerechnet – bei einer Preiserhöhung um zehn Euro sagten die Prognosen einen Rückgang von 10,3 bis 21,1 Prozent voraus. Doch die Realität sieht differenzierter aus: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) verzeichnete im April 2025 sogar einen neuen Höchststand von 1,73 Millionen Abonnenten. Zudem vereinfachte der Verband sein Tarifsystem, reduzierte die Zahl der Zonen von sieben auf drei und strich fünf Ticketarten.

Auch andere Verkehrsverbünde passten ihre Preise an: Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erhöhte die Tarife im Schnitt um 5,9 Prozent, der Aachener Verkehrsverbund (AVV) um 5,75 Prozent. Der Westfalentarif hingegen beließ die Preise im Januar 2025 unverändert – hatte aber bereits im August 2024 eine Erhöhung um 6,25 Prozent vorgenommen. Dort gingen die Standard-Abos für das Deutschlandticket im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um acht Prozent zurück.

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Die Preiserhöhung des Deutschlandtickets zeigt regional unterschiedliche Auswirkungen. Während einige Gebiete leichte Rückgänge bei den Abonnements verzeichneten, meldeten andere – wie der VRR – Rekordzahlen. Das Ticket bleibt eine weitverbreitete Option für unbegrenztes Regionalfahren, doch seine langfristige Beliebtheit könnte von künftigen Preisanpassungen abhängen.

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