Diakonie Solingen stellt Betreuung an Kreuzweg-Grundschule ein – 137 Kinder betroffen
Elias LehmannDiakonie Solingen stellt Betreuung an Kreuzweg-Grundschule ein – 137 Kinder betroffen
Diakonisches Werk Solingen stellt Betreuungsangebot an der Kreuzweg-Grundschule ein
Das Diakonische Werk Solingen wird die offene verlängerte Schulkindbetreuung an der Kreuzweg-Grundschule bis Ende Juli 2024 einstellen. Die Entscheidung folgt auf finanzielle Belastungen und sinkende Einnahmen aus der Kirchensteuer. Dennoch wird die Organisation die Betreuung der 137 Kinder an der Schule bis zum Schließungstermin weiterführen.
Der Evangelische Kirchenkreis kann das Programm an der Kreuzweg-Schule in seiner bisherigen Form aufgrund rückläufiger Kirchensteuereinnahmen nicht mehr finanzieren. Dennoch werden weiterhin essenzielle Dienstleistungen wie Hilfe für Bedürftige, Kinderbetreuung, Beratungsangebote und seelsorgerische Arbeit gesichert.
Die Diakonie hat die steigenden Kosten in den vergangenen Jahren selbst getragen – allein 2023 kamen 80.000 Euro hinzu, für dieses Jahr wären 120.000 Euro nötig gewesen, um den Standard zu halten. Doch der Vertrag mit der Stadt Solingen läuft am 30. April 2024 aus, was zur Einstellung des Angebots an der Kreuzweg-Schule führt.
Mit der Schließung verlieren zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Gleichzeitig bleibt die Diakonie weiterhin Trägerin der offenen verlängerten Schulkindbetreuung an zwei weiteren Grundschulen sowie einer Förderschule ab dem nächsten Schuljahr. In ganz Solingen betreibt die Einrichtung zudem elf Kindertageseinrichtungen und bietet verschiedene soziale Dienstleistungen an.
Die Betreuung an der Kreuzweg-Schule wird noch bis zum 31. Juli 2024 aufrechterhalten, um den Kindern Kontinuität zu bieten. Danach verlagert die Diakonie ihren Fokus auf die verbleibenden Schulen und weiteren Gemeinschaftsdienste. Der Wegfall der Mittel und der Arbeitsplätze markiert einen tiefgreifenden Einschnitt für die Arbeit der Organisation in Solingen.






