Duisport baut riesige Produktionshalle für Siemens-Regionalzüge in Logport I
Leon FischerDuisport baut riesige Produktionshalle für Siemens-Regionalzüge in Logport I
Duisport startet Bau einer großen Produktionshalle in Logport I
Duisport hat den Grundstein für eine neue große Produktionshalle in Logport I gelegt – das erste großangelegte Industrieprojekt des Hafens seit dem Abriss der Krupp-Längshallen. Die 25 Millionen Euro teure Anlage, finanziert von Siemens, soll als vollständige Montagestätte für Regionalzüge dienen. Nach Angaben von Verantwortlichen markiert sie einen Wandel von reiner Logistik hin zu wertschöpfender Fertigung in Duisburg.
Die Bauarbeiten begannen am 10. März 2026 auf dem Gelände der ehemaligen Krupp-Stahlwerke, deren markante Längshallen abgerissen wurden. Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender von Duisport, verwies auf die Entwicklung des Standorts seit dem Niedergang der Stahlindustrie in den frühen 2000er-Jahren. Er betonte, dass dieses Projekt über die oft als niedrigwertig kritisierte Logistik hinausgehe und konkrete wirtschaftliche Vorteile schaffe.
Siemens Mobility, das am Standort Uerdingen mit Platzmangel kämpft, wird die 200.000 Quadratmeter große Halle für die Zugmontage nutzen. Matthias Wittemer, Unternehmenssprecher, bestätigte, dass es sich um eine vollständige Produktionsstätte handele – nicht nur um ein Lager oder Logistikzentrum. Die Halle verfügt über fünf interne Kräne, zwei 223 Meter lange Gleise und zwei 200 Meter lange Wartungsgruben.
Die Hafenverwaltung verspricht zudem mehr Nachhaltigkeit: Eine direkte Schienenanbindung soll den Lkw-Verkehr in Logport I reduzieren und so Emissionen senken. Die älteren Querhallen von Duisport benötigen zwar noch Modernisierungen, doch laufende Verpackungslogistik verhindert vorerst Stillstände für Sanierungen.
Dortmunds Oberbürgermeister Sören Link begrüßte das Projekt als positiven Schritt für die industrielle Zukunft der Region. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass seit dem Abriss der Krupp-Hallen 2023/24 keine weiteren Großprojekte gefolgt seien.
Die neue Halle soll als primärer Montagestandort für Siemens-Regionalzüge in Betrieb gehen. Durch die schienengebundene Konstruktion will das Unternehmen Produktion effizienter gestalten und gleichzeitig die Umweltbelastung verringern. Für Duisport bedeutet die Investition einen strategischen Kurswechsel – weg von der Logistik, hin zu höherwertiger industrieller Wertschöpfung.






