10 March 2026, 12:05

Düren gedenkt des DDR-Aufstands 1953 mit Blick auf 35 Jahre Einheit

Ein Plakat der Berliner Secession mit einer Frau in einem grünen Kleid und einem Mann in einem schwarzen Anzug, mit Text zur Beschreibung des Ereignisses.

Düren gedenkt des DDR-Aufstands 1953 mit Blick auf 35 Jahre Einheit

Am 2. Oktober 2025 fand in Düren eine Gedenkveranstaltung zum Volksaufstand von 1953 in der ehemaligen DDR statt. Die diesjährige Zusammenkunft stand unter dem Motto "35 Jahre deutsche Einheit – Sind wir angekommen?". Die Veranstaltung wurde von Bürgermeister Frank Peter Ullrich organisiert, gemeinsam mit der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS), Fraktionen des Stadtrats und Schülerinnen und Schülern der St.-Angela-Schule. Während der Feierlichkeiten präsentierten die Jugendlichen Pappkartons mit Parolen aus den Protesten von 1989, die zum Fall der Berliner Mauer führten. Bürgermeister Ullrich betonte in seiner Rede die Bedeutung des Gedenkens an den 17. Juni 1953 und den Einsatz für grundlegende Freiheitsrechte. Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender der VOS, teilte seine persönlichen Erfahrungen vom Aufwachsen in der DDR und dem Erleben der Wiedervereinigung. Sein Bericht machte die Kämpfe und Hoffnungen der Menschen, die diese Zeit durchlebten, eindrucksvoll deutlich. Heiko Hendriks, Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler, dankte den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften der St.-Angela-Schule für ihr Engagement. Die Veranstaltung würdigte zudem die vielfältigen Bemühungen, das Andenken an den Aufstand wachzuhalten – von wissenschaftlichen Forschungen über Ausstellungen bis hin zu Diskussionsrunden, die seit der Wiedervereinigung in ganz Deutschland stattfinden. Seit 1990 haben die Gedenkveranstaltungen unterschiedliche Formen angenommen: von gemeinsamen Sitzungen der Volkskammer und des Bundestags bis hin zu Programmen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Über 130 Veranstaltungen zu diesem Thema wurden dokumentiert, um das Erbe des Aufstands im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Die Dürener Gedenkfeier war ein weiterer Schritt, um die Erinnerung an den 17. Juni 1953 lebendig zu halten. Durch die Einbindung jüngerer Generationen und den Austausch von Zeitzeugnisberichten unterstrich die Veranstaltung die Bedeutung historischer Reflexion. Sowohl die Organisatoren als auch die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, demokratische Werte im Lichte des deutschen Einigungsprozesses zu bewahren.

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