12 April 2026, 20:04

Dürreperioden fordern Landwirte heraus – diese Strategien helfen gegen Trockenheit

Ein Plakat, das eine Karte des US-Dürremonitors vom 10. Januar 2023 zeigt, mit begleitendem Text und Logos.

Dürreperioden fordern Landwirte heraus – diese Strategien helfen gegen Trockenheit

Trockene Phasen breiten sich aus – Bauern stehen vor neuen Herausforderungen

In immer mehr Regionen nehmen Dürreperioden zu, besonders im Frühling und frühen Sommer. Landwirte sehen sich wachsenden Schwierigkeiten gegenüber, da sich veränderte Wetterbedingungen auf das Überleben und die Erträge ihrer Kulturen auswirken. Manche Pflanzen kommen mit Trockenheit jedoch besser zurecht als andere – dank ihrer natürlichen Widerstandsfähigkeit.

Zuckerrüben etwa trotzen Dürren erfolgreich, weil ihr tiefreichendes und weitverzweigtes Wurzelsystem ihnen ermöglicht, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu erschließen, wenn die Feuchtigkeit an der Oberfläche nachlässt. Winterroggen wiederum erweist sich in Gebieten mit frühsommerlicher Trockenheit als sinnvolle Alternative zu Ausfallweizen, da er sich besser an die Bedingungen anpasst.

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Zeitliche Verteilung des Wasserbedarfs als Strategie Verschiedene Kulturen erreichen ihren höchsten Wasserbedarf zu unterschiedlichen Zeiten. Durch eine vielfältige Fruchtfolge können Landwirte das Risiko von Dürreschäden streuen. Winterroggen etwa entwickelt sich früher als Ausfallweizen und blüht oft noch zu einer Zeit, in der ausreichend Wasser verfügbar ist – so umgeht er die schlimmsten Trockenphasen.

Bodenqualität entscheidet mit Böden mit geringem Humusgehalt leiden besonders unter Dürre. Regelmäßige Gaben von organischem Material wie Mist, Kompost, Stroh oder Festmist können den Humusanteil erhöhen und die Wasserspeicherfähigkeit verbessern. Frühreife Sorten haben in trockenen Jahren Vorteile, bringen aber in nassen Jahren mit wenig Sonnenschein oft geringere Erträge. Spätreife Sorten hingegen gedeihen besser in feuchten Jahren, wenn ausreichend Wasser vorhanden ist.

Nicht alle ertragsstabilen Sorten garantieren jedoch unter allen Bedingungen die höchsten Erträge. Manche liefern zwar zuverlässige Ergebnisse, erreichen aber in optimalen Bedingungen nicht die Spitzenwerte der leistungsstärksten Kulturen.

Anpassung als Schlüssel zum Erfolg Angesichts zunehmender Dürrerisiken müssen Landwirte auf Vielfalt bei den Kulturen und gesunde Böden setzen. Durch angepasste Anbaustrategien – etwa die Wahl von Winterroggen statt Ausfallweizen – lassen sich stabilere Ernten sichern. Auch die Verbesserung des Bodenhumus durch organische Düngung spielt eine zentrale Rolle, um unter sich wandelnden Klimabedingungen langfristig stabile Erträge zu erzielen.

Quelle