Düsseldorfer Märsche fordern Freilassung der Geiseln aus dem Gazastreifen
Elias LehmannDüsseldorfer Märsche fordern Freilassung der Geiseln aus dem Gazastreifen
Jede Woche in Düsseldorf versammelt sich eine Gruppe, um im Zeichen der Solidarität mit den Geiseln zu marschieren, die noch immer im Gazastreifen festgehalten werden. Die Organisatorinnen Eva Lindner und Rivkah Young führen die Demonstrationen seit Februar 2024 an und tragen dabei Plakate mit den Gesichtern der Entführten. Ihr Ziel ist klar: die Öffentlichkeit über die anhaltende Krise zu informieren und die Freilassung der Geiseln zu fordern.
Die wöchentlichen Märsche begannen Monate nach den Anschlägen vom 7. Oktober 2023, als die Hamas und andere extremistische Gruppen im Süden Israels über 1.200 Menschen töteten. An jenem Tag wurden zudem mehr als 250 Menschen als Geiseln verschleppt – ein Verbrechen, das weltweit Empörung auslöste. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen heute Fotos der Vermissten mit sich und verbreiten Bilder und Videos in den sozialen Medien unter dem Hashtag #BringtSieJetztNachHause.
Lindner, von Beruf Fotografin, dokumentiert jeden Marsch und hält die Gesichter derer fest, die in stillem Protest zusammenstehen. Die Versammlungen erinnern auch an die Opfer des Massakers vor zwei Jahren, das sich gezielt gegen jüdische Gemeinden richtete. Eine Ausstellung in Düsseldorf würdigte kürzlich die Getöteten und sorgt dafür, dass ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten.
Bürgermeister Stephan Keller hat die Initiative öffentlich unterstützt und die Aktionen der Teilnehmenden als Stellungnahme gegen die Barbarei bezeichnet. Ihre Beharrlichkeit, so Keller, stehe für die Weigerung, das Schicksal der Geiseln aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden zu lassen.
Die Märsche gehen jede Woche weiter, ohne Anzeichen eines Nachlassens. Plakate, Fotos und Social-Media-Beiträge halten die Gesichter der Geiseln in der ganzen Stadt präsent. Fürs Erste bleiben die Organisatorinnen, Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ein Ziel konzentriert: die sichere Rückkehr derjenigen zu erreichen, die noch immer in Gefangenschaft gehalten werden.






