17 March 2026, 08:03

Essens neues Haus der Geschichte feiert Frauen und Stadtarchiv am Tag der Archive 2026

Schwarzes und weißes Foto eines Museumsraums mit einem großen Wandteppich, gerahmten Kunstwerken an den Wänden, Objekten auf einem Podest und Deckenleuchten, mit dem Text "Museum of Fine Arts, New York City" unten.

Essens neues Haus der Geschichte feiert Frauen und Stadtarchiv am Tag der Archive 2026

Essen feierte am 8. März 2026 den Tag der Archive mit der Eröffnung des Hauses der Essener Geschichte und des Stadtarchivs. Die Veranstaltung fiel mit dem Internationalen Frauentag zusammen und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Rolle des Gebäudes als FrauenOrt – einen Ort, der die historischen Leistungen von Frauen würdigt. Besucher konnten archivarische Bestände erkunden und sich bei Führungen und Ausstellungen über Essens Vergangenheit informieren.

Der alle zwei Jahre stattfindende Tag der Archive bietet seltene Einblicke in die bewahrten Dokumente der Stadt und die Arbeit ihrer Historiker. Die diesjährige Ausgabe legte einen besonderen Fokus auf Frauengeschichten und stand damit im Zeichen des Projekts FrauenOrte NRW. Die Initiative, die am 23. Oktober 2023 in Wülfrath gestartet wurde, umfasst mittlerweile 50 Standorte in Nordrhein-Westfalen, darunter Gelsenkirchen, Schwerte, Bonn und Essen selbst.

Zu den in Essen geehrten Persönlichkeiten zählt Nelli Neumann, eine jüdische Lehrerin, die einst im Haus der Essener Geschichte lebte. Ein Stolperstein am Ernst-Schmidt-Platz erinnert an sie und dient als stille Mahnung an ihr Leben und die damaligen Herausforderungen. Die Auszeichnung des Gebäudes als FrauenOrt unterstreicht zudem seine Verbindung zur Frauengeschichte.

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Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Veranstaltung teil und würdigte das Stadtarchiv sowie lokale Geschichtsinitiativen für ihr Engagement. Er betonte ihre Bedeutung für die Bewahrung des Essener Kulturerbes und die öffentliche Zugänglichkeit der Stadtgeschichte. Der Bürgermeister dankte zudem den Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, deren Einsatz die Erinnerungskultur der Stadt lebendig hält.

Der Tag der Archive 2026 verband Geschichte und Gedenken und knüpfte an Essens Vergangenheit sowie an die laufenden Bemühungen an, die Leistungen von Frauen zu würdigen. Die Veranstaltung unterstrich das Bekenntnis der Stadt, ihre Archive zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit mittlerweile 50 FrauenOrten in der Region wächst das Projekt weiter und sorgt dafür, dass weniger bekannte historische Persönlichkeiten die Anerkennung erhalten, die sie verdienen.

Quelle