Familie blockiert Müngstener Brücke – 41 Minuten Bahnchaos durch verbotenen Spaziergang
Lara LangFamilie blockiert Müngstener Brücke – 41 Minuten Bahnchaos durch verbotenen Spaziergang
Unbefugter Spaziergang einer Familie über die Müngstener Brücke sorgt für massive Behinderungen
Am Sonntag, dem 8. März, löste ein unerlaubter Ausflug einer Familie über die Müngstener Brücke erhebliche Störungen aus. Nach Zeugenaussagen befanden sich drei Personen gegen Mittag in der Nähe der Gleisanlagen, woraufhin Rettungskräfte alarmiert wurden. Der Vorfall führte zu einer 41-minütigen Sperrung der Strecke und löste mehrere Ermittlungen zu den Kosten und Folgen des Vergehens aus.
Gegen 12:05 Uhr hatten mehrere Augenzeugen zwei Erwachsene und ein Kind in der Nähe der berühmten Brücke beobachtet. Die Gruppe war in den gesperrten Gleisbereich eingedrungen, sodass die Behörden den Zugverkehr zwischen 12:09 und 12:50 Uhr einstellen mussten.
Die beiden Erwachsenen behaupteten später, ihre Navigations-App habe sie auf die Brücke geleitet. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass deutlich sichtbare Verbotszeichen zu beachten seien. In der Folge leitete sie gegen die beiden Erwachsene ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.
An der Einsatzaktion waren die Bundespolizei, die Polizei Wuppertal sowie die Feuerwehren aus Solingen und Remscheid beteiligt. Die Feuerwehr Solingen veranschlagte die Kosten auf etwa 656 Euro, während die Bundespolizei Ausgaben in Höhe von 99,60 Euro hatte. Die Polizei Wuppertal berechnete zudem je Erwachsene 118,50 Euro; der Fall befindet sich derzeit in der Anhörungsphase.
Die Stadt Solingen hat bereits einen offiziellen Kostenbescheid nach dem Brandschutzgesetz Nordrhein-Westfalens erlassen. Die Stadt Remscheid prüft unterdessen noch, ob weitere Kosten geltend gemacht werden, ein Zeitplan steht jedoch noch nicht fest.
Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gefahren, die von unbefugtem Betreten von Bahnanlagen ausgehen. Die Behörden streben eine Kostenerstattung von den beteiligten Erwachsenen an; Bußgelder und Ordnungswidrigkeitsverfahren sind bereits eingeleitet. Die Störung unterstreicht die schweren rechtlichen und finanziellen Konsequenzen, die mit der Missachtung von Sicherheitsvorschriften im Bahnbereich einhergehen.






