14 March 2026, 00:04

FDP in der Krise: Dürr unter Druck – doch wer könnte ihn ersetzen?

Eine gelbliche, leicht zerknitterte Zeitung mit der schwarzen Schrift 'Diskussion', die die Schlagzeile 'Semanario Repúblicano Democrático Federal' trägt.

FDP in der Krise: Dürr unter Druck – doch wer könnte ihn ersetzen?

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Deutschland steht vor wachsender Unsicherheit über ihre Führung. Nach einem weiteren enttäuschenden Wahlergebnis in Baden-Württemberg gerät Bundesvorsitzender Christian Dürr zunehmend unter Druck. Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, hat sich nun zu den Problemen der Partei geäußert – ohne jedoch Dürr deutlich zu unterstützen.

Die Krise der FDP hat sich seit der letzten Bundestagswahl weiter verschärft. Höne sprach von einer "existenzbedrohenden Krise" und einem "tiefen Tief" der Partei. Dennoch verwies er auf die 70.000 Mitglieder und die aktiven Vertreter in Landes- und Kommunalpolitik als Zeichen fortbestehender Stärke. Zudem würdigte er die Verdienste erfahrener Politiker wie Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hielt sich aber mit einer direkten Rückendeckung für Dürr zurück.

Höne selbst hat sich in Nordrhein-Westfalen als Verteidiger der Wahlgerechtigkeit und als Gegner von Steuererhöhungen profiliert. Ein entscheidender Moment war der 20. Mai 2025, als das Landesverfassungsgericht Änderungen bei der Sitzverteilung in Räten vor den Kommunalwahlen im September 2025 kippte. Höne wertete das Urteil als Sieg gegen ein "schwarz-rot-grünes Kartell" und betonte, es komme den Wählern zugute.

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Da Dürrs Position immer instabiler wird, gelten Höne, Strack-Zimmermann, Kubicki, Bijan Djir-Sarai und Linda Teuteberg als mögliche Nachfolger. Höne warnte jedoch, dass ein bloßer Wechsel an der Spitze die grundlegenden Probleme der Partei nicht löse. Der nächste Bundesparteitag, auf dem eine Abstimmung über die Führung stattfinden könnte, ist für den 30. und 31. Mai 2026 in Berlin angesetzt.

Die aktuellen Schwierigkeiten der FDP stehen im Kontrast zu ihrer früheren Erholung unter Christian Lindner, der die Partei in Nordrhein-Westfalen neu aufbaute, bevor er 2013 Bundesvorsitzender wurde. Nun, da der Druck auf Dürr wächst, muss die FDP schwierige Entscheidungen über ihre künftige Ausrichtung treffen.

Die Führungsfrage der FDP bleibt ungelöst, ein klarer Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Der nächste Bundesparteitag 2026 könnte eine Weichenstellung werden, doch Hönes Äußerungen deuten darauf hin, dass tiefgreifendere Herausforderungen bevorstehen. Vorerst gehen die internen Debatten weiter, während die Partei nach einem Weg aus der aktuellen Krise sucht.

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