FDP-Rebell Höne greift Merz an und will selbst Parteichef werden
Henning Höne, Vorsitzender des FDP-Landesverbands Nordrhein-Westfalen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz für einen schwachen Amtsstart kritisiert. Gleichzeitig kündigte er seine eigene Kandidatur für den Bundesvorsitz der Freien Demokratischen Partei auf dem anstehenden Parteitag Ende Mai an.
Höne warf Merz vor, sich von marktwirtschaftlichen Versprechen zu verabschieden und stattdessen sozialdemokratische Politik zu betreiben. Der CDU-Vorsitzende hatte im Wahlkampf noch mit wirtschaftsliberalen Positionen geworben, habe laut Höne seitdem jedoch einen Kurswechsel vollzogen.
Die wirtschaftlichen Probleme blieben die größte Herausforderung des Landes, warnte Höne. Er forderte dringende Reformen und kritisierte scharf Verzögerungen sowie die Vernachlässigung bestehender Pläne. Seine Äußerungen fielen in den Rahmen seiner Bewerbung um die FDP-Spitze.
Die aktuelle schwarz-rote Koalition verliere schneller an Rückhalt in der Bevölkerung als die vorherige Ampelregierung, behauptete Höne. Merz müsse seine Führung überdenken, wenn das Land seine drängenden Probleme lösen wolle.
Über Hönes Kandidatur für den Parteivorsitz wird auf dem FDP-Parteitag Ende Mai entschieden. Seine Kritik unterstreicht die Spannungen in der Wirtschaftspolitik und bei den Reformblockaden. Das Ergebnis könnte die Ausrichtung der Partei in den kommenden Jahren prägen.






