FKA Twigs verklagt Shia LaBeouf wegen unzulässiger Schweigepflicht-Vereinbarung
Elias LehmannFKA Twigs verklagt Shia LaBeouf wegen unzulässiger Schweigepflicht-Vereinbarung
Die Sängerin FKA Twigs hat eine neue Klage gegen den Schauspieler Shia LaBeouf eingereicht, in der es um eine angeblich rechtswidrige Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) geht. Die Künstlerin wirft LaBeouf vor, die Vereinbarung genutzt zu haben, um sie daran zu hindern, über ihre Erfahrungen als Überlebende sexuellen Missbrauchs zu sprechen. Dies folgt auf einen früheren Rechtsstreit zwischen den beiden, der vor drei Jahren mit einem Vergleich endete.
Twigs hatte LaBeouf erstmals 2020 verklagt und ihm vorgeworfen, sie während ihrer Beziehung unerbittlich misshandelt zu haben. Der Fall wurde 2025 außergerichtlich geregelt, doch die Bedingungen umfassten laut Berichten eine NDA, die sie nun als ungesetzlich anprangert. In der neuen Klage heißt es, diese Vereinbarung verstoße gegen das STAND-Gesetz (Silenced No More Act) von Kalifornien, das es verbietet, Opfer sexueller Gewalt rechtlich zum Schweigen zu verpflichten.
Im Dezember 2025 erhielt Twigs von LaBeouf eine Schiedsaufforderung, nachdem sie öffentlich über ihre Sicherheitsbedenken nach der Trennung gesprochen hatte. In diesem aktuellen Verfahren strebt sie keine finanziellen Entschädigungen an, sondern will "ein Unrecht wiedergutmachen" und anderen Überlebenden Unterstützung bieten. LaBeouf hatte 2023 in einer öffentlichen Entschuldigung zwar früheres gewalttätiges Verhalten eingeräumt, sich jedoch nicht zu konkreten Vorwürfen geäußert.
Die Klage wirft LaBeouf zudem vor, die Vergleichsvereinbarung von 2025 genutzt zu haben, um einen öffentlichen Prozess und mögliche finanzielle Strafen zu umgehen. Twigs argumentiert, die NDA sei ein Versuch gewesen, sie als Überlebende am Teilen ihrer Geschichte zu hindern. Im Mittelpunkt des Falls steht die Frage, ob die Vereinbarung gegen das kalifornische STAND-Gesetz verstößt, das Opfer davor schützt, rechtlich zum Schweigen über Missbrauch verpflichtet zu werden.
Twigs' juristisches Vorgehen könnte einen Präzedenzfall für die Durchsetzung solcher Vereinbarungen in künftigen Streitigkeiten schaffen. Das Ergebnis könnte auch beeinflussen, wie Überlebende von Missbrauch künftig offen über ihre Erfahrungen sprechen dürfen.






