25 May 2026, 02:04

Florentina Holzinger revolutioniert Aktionskunst mit extremer Körperlichkeit und Drohnen-Technologie

Florentina Holzingers 'Pfingstspiel' mit Friedenstauben und Monstertrucks

Florentina Holzinger revolutioniert Aktionskunst mit extremer Körperlichkeit und Drohnen-Technologie

Florentina Holzinger präsentiert eine kühne Neuinszenierung, die extreme Körperlichkeit mit modernster Technologie verbindet. In ihrer von Pfingsten inspirierten Performance, die nun erstmals aufgeführt wurde, ehrte die Künstlerin Hermann Nitsch und sprengte gleichzeitig die Grenzen des Aktionskunst-Genres. Das Publikum wurde nach Schloss Prinzendorf entführt, wo es einen Abend zwischen Spektakel und Provokation erlebte.

Die Vorstellung begann mit einem eindrucksvollen Bild: Eine nackte Frau ließ sich vom Intercontinental Hotel hinab – eine Reminiszenz an Trisha Browns ikonische Choreografie. Holzingers rein weibliches Ensemble rückte anschließend in den Mittelpunkt und stellte traditionelle Geschlechterrollen in der Performance-Kunst infrage. Ihre Aktionen waren sowohl wild als auch präzise und setzten sich bewusst von früheren Aktionskunst-Bewegungen ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Publikum wurde in das historische Schloss Prinzendorf gebracht, wo Holzinger mit einer „Malaktion“ an Nitschs Erbe anknüpfte – diesmal jedoch von Drohnen ausgeführt. Die Show steigerte sich weiter: Ein Monstertruck zermalmte einen Panzer, ein symbolischer Appell für Frieden, unterstrichen von einem Fallschirmspringer mit einer taubenförmigen Helmattrappe. Die verwendeten Materialien waren so vielfältig wie spektakulär: Autos, Motorräder und sogar ein Fallschirmsprung trugen zur Inszenierung bei.

Holzingers spielerische Parodie auf Nitschs Aktionskunst gipfelte in einer „Letzten Abendmahl“-Szene. Die Performerkünstlerinnen ertrugen Haken, die ihnen in Schultern und Knie gestochen wurden, bevor die Stimmung umschlug. Der Höhepunkt zeigte Holzinger und ihr Ensemble schwebend in der Luft, sanft hin- und herwiegt – ein Moment unerwarteter Schönheit nach dem vorangegangenen Chaos.

Die Performance verband rohe Intensität mit technischer Innovation und definierte neu, was Aktionskunst sein kann. Holzingers Werk bezog sich nicht nur auf Nitsch, sondern schuf auch einen neuen Raum für frauendominierte, grenzüberschreitende Theaterkunst. Der Abend endete mit einem bleibenden Bild: Körper, die in der Luft schwebten – ein scharfer Kontrast zu dem vorherigen Tumult.

Quelle