13 April 2026, 10:04

Gamescom 2024: Glanz und Schatten der Gaming-Welt zwischen Innovation und Hass

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes durch die Regierung, um den Internetgebrauch zu verbieten.

Gamescom 2024: Glanz und Schatten der Gaming-Welt zwischen Innovation und Hass

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Von Mittwoch bis Sonntag öffnet die Gamescom ihre Tore und zieht wie jedes Jahr Hunderttausende Besucher an. Doch eine aktuelle Umfrage offenbart besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern: Einsamkeit, Belästigung und radikale Einstellungen sind weit verbreitet.

Laut der Studie sind drei Viertel der Hardcore-Gamer Männer, 55 Prozent von ihnen sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Viele fühlen sich isoliert – 58 Prozent leiden unter mäßiger bis starker Einsamkeit. Beleidigungen gehören für viele zum Alltag: 14 Prozent geben an, häufig beschimpft zu werden, 38 Prozent berichten, sie würden "sehr oft oder ziemlich oft" angegriffen, während sie spielen.

Doch die Feindseligkeit bleibt nicht bei Worten stehen. Eine beträchtliche Zahl der Befragten erlebte Bedrohungen, darunter auch körperliche Gewalt und Vergewaltigungsdrohungen. Zudem förderte die Umfrage weitverbreitete Vorurteile zutage: 43 Prozent stimmen der Aussage zu, Juden hätten weltweit zu viel Einfluss. Antifeministische und anti-LGBTQ+-Haltungen sind in dieser Gruppe besonders ausgeprägt.

Auch politisch sind engagierte Gamer aktiver als der Durchschnitt: Innerhalb des letzten Jahres nahmen 27 Prozent an einer Demonstration teil – fast doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung (14 Prozent).

Die Gamescom wird zwar die neuesten Spiele-Trends präsentieren, doch die Messe findet in einer Zeit wachsender Sorgen über das soziale Klima in der Gaming-Community statt. Die Umfrage unterstreicht anhaltende Probleme – von Belästigung und Diskriminierung bis hin zu politischem Aktivismus. Veranstalter und Entwickler könnten zunehmend unter Druck geraten, diese Herausforderungen anzugehen, während die Branche weiter wächst.

Quelle