Gefährliche Verfolgungsjagd an niederländischer Grenze endet mit Reizgas-Einsatz
Leon FischerGefährliche Verfolgungsjagd an niederländischer Grenze endet mit Reizgas-Einsatz
Hochgeschwindigkeitsverfolgung nahe der niederländischen Grenze eskaliert zu gefährlichem Einsatz mit Reizgas
Bei einer Verfolgungsjagd in der Nähe der niederländischen Grenze am Mittwochabend kam es zu einem gefährlichen Vorfall, der den Einsatz mehrerer Rettungskräfte erforderte. Polizeibeamte wurden dabei einem Reizgas ausgesetzt, nachdem das flüchtige Fahrzeug während der Verfolgung eine unbekannte Substanz freigesetzt hatte.
Der Großalarm löste eine umfangreiche Reaktion aus: Feuerwehrkräfte, Rettungsteams und Chemikalien-Spezialisten rückten in Mindergangelt an. Die Verfolgung hatte begonnen, als die deutsche Bundespolizei und die niederländische Königliche Marechaussee ein Fahrzeug in Grenznähe verfolgten. Während der Jagd warfen die Insassen des Wagens mehrere Behälter mit einer nicht identifizierten Flüssigkeit auf die Straße.
Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei der Flüssigkeit um Benzin, mit dem die Verdächtigen ihr Fahrzeug während der Verfolgung betankt hatten. Doch ein weiterer Gegenstand aus dem Auto setzte eine Wolke aus Reizgas frei, die über die Belüftungssysteme in die Polizeifahrzeuge gelangte. Die Beamten klagten daraufhin über Atemnot und starken Reizhusten.
Rettungskräfte – darunter Feuerwehrleute aus Gangelt und Schinveld, CBRN-Spezialisten (Chemische, Biologische, Radiologische und Nukleare Gefahrenabwehr) sowie der Rettungsdienst des Kreises Heinsberg – trafen am Einsatzort ein. Die betroffenen Personen wurden isoliert, während Feuerwehrkräfte in Schutzkleidung die Lage bewerteten. Rund zehn Menschen wurden von Rettungssanitätern vor Ort untersucht, behandelt und anschließend wieder entlassen.
Etwa 70 Einsatzkräfte arbeiteten unter der Leitung des Stadtbrandinspektors Günter Paulzen rund zwei Stunden lang an der Bewältigung des Vorfalls. Die Substanz wurde als Reizgas identifiziert, schwere Verletzungen gab es jedoch nicht.
An der Bewältigung des Zwischenfalls waren deutsche und niederländische Behörden sowie lokale Rettungskräfte beteiligt. Alle Betroffenen erhielten medizinische Versorgung und konnten nach der Behandlung entlassen werden. Die Ermittlungen zur Herkunft des Reizgases und den genauen Umständen der Verfolgungsjagd dauern an.






