Gerresheims langer Kampf um einen sicheren Bahnübergang geht in die nächste Runde
Elias LehmannGerresheims langer Kampf um einen sicheren Bahnübergang geht in die nächste Runde
Die Bewohner von Gerresheim warten seit über zwei Jahrzehnten auf einen sicheren Übergang an ihrem Bahnhof. Nun ist endlich eine Entscheidung gefallen – doch nicht die, die viele erwartet hatten. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller kündigte stattdessen einen Tunnel für Heerdt an und überlässt Gerresheim zwei alternative Vorschläge, die nun geprüft werden.
Jahre lang hatten Anwohner und Politiker für einen Fußgängertunnel unter dem Gerresheimer Bahnhof gekämpft. 2010 wurde sogar ein preisgekröntes Design mit Aufzügen für die Barrierefreiheit vorgestellt. Doch das Projekt scheiterte am hohen Kostenrahmen.
Diesmal wurden zwei neue Optionen präsentiert: ein Fußgängerunterführungsweg mit Fahrradzugang oder ein ausgebauter Übergang über die bestehende Brücke. Die Unterführung würde etwa 40 Millionen Euro kosten, wobei bis zu 18 Millionen Euro aus Landesprogrammen fließen könnten. Die Brücke hingegen wird auf 17 bis 23 Millionen Euro geschätzt, wobei die DB InfraGO voraussichtlich die Hälfte übernimmt.
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) stimmte einstimmig für die Unterführung. Auch das Landesministerium erkannte die städtebaulichen Vorteile an und deutete an, dass Teile des Projekts förderfähig sein könnten. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Haupt- und Finanzausschuss am 8. November und dem Stadtrat am 21. November.
Die Entscheidung bringt Gerresheim nach jahrzehntelanger Debatte einer Lösung näher. Sollte einer der Vorschläge genehmigt werden, entsteht eine sicherere Route für Radfahrer und Fußgänger. Die genauen Finanzierungsmodalitäten und Bauzeitpläne hängen von den anstehenden Abstimmungen ab.






