Großrazzia in NRW: 100 Kontrollen an Nikolaustag gegen illegale Beschäftigung
Elias LehmannGroßrazzia in NRW: 100 Kontrollen an Nikolaustag gegen illegale Beschäftigung
Behörden in Nordrhein-Westfalen führen großangelegte Kontrollen an Nikolaustag durch
Um illegale Beschäftigung und klanbezogene Kriminalität zu bekämpfen, haben die Behörden in Nordrhein-Westfalen am Vorabend des Nikolaustags eine großangelegte Razzia durchgeführt. An der Aktion waren das Hauptzollamt Krefeld, die Polizei sowie Ordnungsdienste beteiligt. Über 100 Personen wurden in Cafés, Shisha-Bars und anderen Einrichtungen der Region überprüft.
Die gemeinsame Operation richtete sich gegen Betriebe in Krefeld, Mönchengladbach, Viersen und im Rhein-Kreis Neuss. Kontrolliert wurden unter anderem Cafés, Shisha-Bars, Spielhallen, Kioske und Diskotheken. Insgesamt wurden 111 Personen zu ihrem Beschäftigungsstatus befragt.
Bei den Überprüfungen wurden drei Personen festgenommen, weil sie über keine gültigen Aufenthaltstitel verfügten. Zwei weitere wurden in Gewahrsam genommen, nachdem die Polizei feststellte, dass gegen sie Haftbefehle vorlagen. Zudem deckten die Ermittler in sieben Fällen Verdachtsmomente auf Verstöße gegen den Mindestlohn auf.
Weitere Verstöße betrafen die Nichteinhaltung des Tabaksteuergesetzes, des Glücksspielgesetzes und des Nichtraucherschutzgesetzes. Zudem wurden Delikte nach dem Betäubungsmittelgesetz sowie Verkehrsverstöße registriert. In 29 Fällen wurden Unstimmigkeiten in den Beschäftigungsunterlagen festgestellt, während in 16 Fällen der Verdacht auf ausstehende Lohnzahlungen bestand. Darüber hinaus hatten fünf Betriebe vorgeschriebene Meldungen nicht vorgelegt.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, gegen illegale Arbeitspraktiken und organisierte Kriminalität in der Region vorzugehen. Die ermittelten Verstöße werden weiter untersucht, wobei den Beteiligten rechtliche Konsequenzen drohen. Im Rahmen der verschärften Maßnahmen sind weitere Kontrollen geplant.






