Grüne und CDU liefern sich erbitterten Streit um altes Hagel-Video
Ein politischer Streit ist entbrannt, nachdem die Grünen-Politikerin Zoe Mayer ein altes Video des CDU-Kanzlerkandidaten Manuel Hagel auf Instagram geteilt hat. Die Aufnahme zeigt Hagel, wie er während eines Schulbesuchs 2018 das Aussehen einer 16-jährigen Schülerin kommentiert. Konservative Politiker werfen Mayer und den Grünen seitdem vor, eine Schmierenkampagne zu betreiben.
In dem Video beschreibt Hagel eine Realschülerin namens Eva – dabei geht es ihm eher um ihr Äußeres als um das Gespräch. Er erwähnt ihre "rehbraunen Augen" und "braunen Haare". Mayer verurteilte diese Äußerungen mit der Begründung, ein Politiker dürfe das Aussehen eines jungen Mädchens nicht thematisieren.
Unionspolitiker reagierten prompt und warfen Mayer sowie den Grünen vor, eine "schmutzige Kampagne" zu starten. Sie behaupten, das Video sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, um Hagels Ruf vor der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg gezielt zu schädigen. Sowohl Mayer als auch die Grünen wiesen diese Vorwürfe zurück und betonten, der Clip zeige lediglich sexistisches Verhalten einer öffentlichen Person auf.
Die CDU hatte in der Vergangenheit bereits Kampagnen gegen Juristen, Politiker und Minderheiten geführt. Bisher gibt es jedoch keine Belege dafür, dass die Partei sexistische oder diskriminierende Äußerungen von Gegnern für Wahlkampfzwecke instrumentalisiert hat. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Entscheidung der Grünen, Hagels Aussagen Jahre später wieder aufzugreifen.
Der Konflikt verschärft die Spannungen zwischen Grünen und CDU im Vorfeld der Landtagswahl. Während Mayers Posting Hagels frühere Bemerkungen in den Fokus rückt, weisen konservative Stimmen die Kritik als politisch motiviert zurück. Die Auseinandersetzung spiegelt die grundsätzliche Debatte über politisches Anstandsverhalten und Wahlkampftaktiken wider.






