20 April 2026, 06:04

Hagen nutzt Echtzeit-Daten, um Industrieemissionen digital zu bekämpfen

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" verkündet und für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Hagen nutzt Echtzeit-Daten, um Industrieemissionen digital zu bekämpfen

Hagen startet digitale Klimainitiative: Echtzeit-Daten gegen Industrieemissionen

Ein neues Projekt in Hagen verbindet digitale Technologien mit Klimaschutz, um Industrieemissionen zu senken. Unter dem Namen klimakommune.digital arbeiten lokale Unternehmen, Energieexpert:innen und die Stadtverwaltung zusammen, um den Energieverbrauch in Echtzeit zu erfassen und zu reduzieren. Unterstützt wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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Federführend ist das Future Energy Lab, das mit dem Kompetenzzentrum für Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi), dem Energieversorger ENERVIE und vier mittelständischen Herstellern kooperiert: Härte Technik Hagen, KB Schmiedetechnik, Federnwerke Grüber und RUD-SCHÖTTLER. In ihren Produktionsstätten wurden Sensoren installiert, die den Energieverbrauch einzelner Maschinen präzise messen.

Bisher stützten sich die Betriebe auf grobe Schätzungen ihres Gesamtenergiebedarfs. Nun sammelt und analysiert das KEDi exakte Daten, um Schwachstellen zu identifizieren und Prozesse zu optimieren. ENERVIE bereitet diese Informationen anschließend in einem Energiemanagementsystem visuell auf – so können Unternehmen gezielt handeln.

In der nächsten Phase werden die CO₂-Emissionen der beteiligten Firmen auf der Urban Data Platform der Stadt Hagen abgebildet. Dies schafft Transparenz über die Fortschritte und zeigt, wie digitale Werkzeuge Klimaziele unterstützen können. Das Future Energy Lab dokumentiert zudem die Umsetzung, um Erkenntnisse an andere Regionen weiterzugeben.

Das Projekt beweist, wie die Zusammenarbeit von Industrie, Energieexpert:innen und Digitalisierungsspezialist:innen messbare Emissionsreduktionen bewirken kann. Durch Echtzeit-Monitoring und gezielte Optimierungen sollen die teilnehmenden Betriebe Abfall vermeiden und ihre Effizienz steigern. Das Modell könnte schon bald von anderen Städten übernommen werden, die digitale Innovation mit Nachhaltigkeit verbinden wollen.

Quelle