Henkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und stärkt Premium-Beauty-Segment
Lara LangHenkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und stärkt Premium-Beauty-Segment
Henkel übernimmt Olaplex für rund 1,4 Milliarden US-Dollar
Der deutsche Konzern Henkel hat die Übernahme der US-Haarpflegemarke Olaplex für etwa 1,4 Milliarden Dollar vereinbart. Der Deal markiert einen bedeutenden Schritt im Premium-Beauty-Markt – Olaplex soll nach der Übernahme seinen Namen und seine Geschäftsaktivitäten beibehalten. Nach Bekanntgabe der Vereinbarung stiegen die Aktien von Olaplex im frühen Handel um fast 50 Prozent.
Seit seiner Markteinführung im Jahr 2014 hat Olaplex ein rasantes Wachstum erlebt, getrieben durch seine patentierte Technologie zur Stärkung der Haarstruktur. Bis 2025 erzielte die Marke weltweite Umsätze von rund 370 Millionen Euro, wobei Europa etwa 190 Millionen Euro beisteuerte. Der Erfolg basiert auf engen Partnerschaften mit Friseursalons, Fachhändlern und dem Online-Vertrieb sowie Kooperationen mit Hairstylisten und Influencern.
Henkel bewertet Olaplex mit 2,06 Dollar pro Aktie – ein Aufschlag von 55 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 25. März. Zudem liegt das Angebot 45 Prozent über dem durchschnittlichen Aktienkurs der letzten 30 Tage. Sämtliche notwendigen Zustimmungen der Aktionäre, darunter auch des bisherigen Eigentümers Advent International, liegen vor, und die finalen Verträge sind unterzeichnet.
Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe; der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Nach der Finalisierung plant Henkel, das globale Netzwerk des Konzerns zu nutzen, um Olaplex weiter auszubauen – insbesondere durch die Stärkung der bereits starken Position in Nordamerika und die Beschleunigung des Wachstums in Europa und anderen Regionen.
Olaplex bleibt auch unter Henkel als eigenständige Marke erhalten. Ziel der Transaktion ist es, Innovation voranzutreiben und die Position im Premium-Haarpflegesegment zu festigen. Mit der noch ausstehenden behördlichen Genehmigung soll die Übernahme bis Ende 2026 abgeschlossen sein.






