09 March 2026, 04:03

IW Köln fordert gezielte Zölle gegen China – um faire Konkurrenz zu retten

Eine Liniengrafik mit der Überschrift "US-Handel mit China in Waren" zeigt Importe und Exporte im Zeitverlauf, wobei die x-Achse die Jahre und die y-Achse den Handel in verschiedenen Farben für jedes Handelsniveau anzeigt.

IW Köln fordert gezielte Zölle gegen China – um faire Konkurrenz zu retten

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) drängt auf neue Handelsmaßnahmen gegen China. Der Ökonom Jürgen Matthes argumentiert, dass Ausgleichszölle helfen könnten, unfaire Konkurrenz auszugleichen. Sein Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU bereits Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge und Milchprodukte erhebt.

Matthes schlägt vor, die Zölle gezielt auf Branchen anzuwenden, in denen die heimische Produktion zwar stark ist, aber unter unfairem Wettbewerb leidet. Diese Abgaben, so betont er, dienten nicht der Bestrafung, sondern der Marktharmonisierung. Als zentrales Beispiel nennt er den Maschinenbau, wo solche Maßnahmen greifen könnten.

Die EU hat in dieser Richtung bereits Schritte unternommen: Seit Oktober 2024 gelten für chinesische Elektroautos Zölle von bis zu 38 Prozent, und seit März 2026 werden auf Milchprodukte aus China Abgaben von bis zu 11,7 Prozent erhoben. Parallel arbeitet die Europäische Kommission am Industrie-Beschleunigungsgesetz, das vorsieht, dass 70 Prozent des Produktwerts aus der EU stammen müssen, und Anreize für lokal gefertigte Waren schafft.

Matthes betont, dass es auf Tempo ankommt. Verzögerungen bei der Einführung der Zölle könnten die europäische Industrie weiter schwächen, warnt er. Ziel sei es, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen – ohne Importe komplett auszuschließen.

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Der Vorschlag des IW knüpft an bestehende EU-Handelspolitiken an. Bei einer Umsetzung würden sich die Zölle auf Sektoren konzentrieren, in denen die heimische Produktion auch ohne Subventionen überlebensfähig ist. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Chinas wirtschaftlichen Einfluss einzudämmen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Märkte zu gefährden.

Quelle