07 May 2026, 12:10

Jülicher Forscher erhält renommierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2025

Mobiles Display zeigt "Verständnis medizinischer Scans" mit einem Raster von etikettierten CT- und MRI-Scan-Bildern auf einem hellblauen Hintergrund.

Jülicher Forscher erhält renommierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2025

James Eills, Leiter der Forschungsgruppe Methoden der Hyperpolarisation am Forschungszentrum Jülich, erhält einen der bedeutendsten Wissenschaftspreise Deutschlands. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Freitag, dem 28. März, bekannt gab, wird er mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2025 ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt seine bahnbrechenden Leistungen in der analytischen Chemie, insbesondere auf dem Gebiet der Hyperpolarisationstechniken für die kernmagnetische Resonanzspektroskopie (NMR).

Eills’ akademischer Werdegang begann an der University of California, Berkeley, wo er 2015 seinen Masterabschluss erwarb. Nur vier Jahre später promovierte er an der Universität Southampton mit einer Arbeit über NMR. Seitdem konzentriert sich seine Forschung auf die Weiterentwicklung von Hyperpolarisationsmethoden, darunter die parawasserstoffinduzierte Polarisation – eine Technik, bei der Wasserstoffgas in einem bestimmten Quantenzustand genutzt wird, um die Empfindlichkeit von NMR-Experimenten deutlich zu steigern.

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2024 gründete Eills am Institut für Strukturbiochemie (IBI-7) des Forschungszentrums Jülich seine eigene Nachwuchsforschungsgruppe. Dort entwickelte er neue Ansätze für die Hyperpolarisation und führte NMR-Experimente in mikrofluidischen Formaten durch. Ziel seiner Arbeit ist es, die Präzision und Effizienz der molekularen Analyse zu verbessern.

Der mit 200.000 Euro dotierte Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird Eills’ Forschung in den kommenden drei Jahren fördern. Der Preis zählt zu den renommiertesten wissenschaftlichen Auszeichnungen Deutschlands und steht in der Hierarchie direkt hinter dem Leibniz-Preis und dem Deutschen Zukunftspreis.

Mit dem Preisgeld wird Eills seine Forschung zu Hyperpolarisation und NMR-Anwendungen ausbauen können. Seine Methoden könnten zu empfindlicheren und detaillierteren molekularen Studien führen und damit Bereiche wie die Biochemie und Materialwissenschaften voranbringen. Die Auszeichnung unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung der analytischen Chemie für die moderne wissenschaftliche Forschung.

Quelle