Kibbuzim-Lebensgefühl: Lesung in Bergisch Gladbach entführt in Amos Oz' Welt
Elias LehmannKibbuzim-Lebensgefühl: Lesung in Bergisch Gladbach entführt in Amos Oz' Welt
Veranstaltung in Bergisch Gladbach erkundet Geschichte und Ideale der Kibbuzim
Eine bevorstehende Veranstaltung in Bergisch Gladbach widmet sich der Geschichte und den Idealen der Kibbuzim – jenen genossenschaftlichen Siedlungen, die die frühe israelische Gesellschaft maßgeblich prägten. Am 1. Mai wird Hein Haun aus Amos Oz’ Roman Zwischen Freunden lesen, der in diesen einzigartigen Gemeinschaften der späten 1950er-Jahre spielt.
Die ersten Kibbuzim entstanden im Heiligen Land lange vor der Gründung Israels am 14. Mai 1948. Diese kollektiven Dörfer verfolgten das Ziel, eine gleichberechtigte Gesellschaft ohne Geld und Privateigentum zu schaffen. Stattdessen teilten die Mitglieder alle Ressourcen, trafen Entscheidungen gemeinsam und arbeiteten hart für das Gemeinwohl.
Amos Oz’ Buch taucht in seinem Erzählband tief in den Alltag und die Herausforderungen des Kibbuz-Lebens ein. Eine der Geschichten, Esperanto, begleitet Martin, einen Schuhmacher, der beharrlich seinen Traum verfolgt, eine Esperanto-Gruppe zu gründen – trotz Widerstand. Der Roman fängt sowohl die Ideale als auch die Spannungen des gemeinschaftlichen Lebens ein.
Die Lesung beginnt um 19:00 Uhr im Großen Ratssaal des Rathauses. Eine zweite Veranstaltung findet am 13. Mai im Katholischen Bildungswerk sowie in der Ganey-Tikva-Vereinigung statt. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Städtepartnerschaftsverein sind jedoch willkommen.
Die Veranstaltung bietet einen Einblick in die Kibbuzim, die einst ein kühnes soziales Experiment verkörperten. Oz’ Erzählungen zeigen die Schwierigkeiten auf, persönliche Träume mit kollektiven Idealen in Einklang zu bringen. Die Spenden kommen kulturellen Austauschprogrammen zwischen Bergisch Gladbach und seinen Partnerstädten zugute.






