06 March 2026, 14:09

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Ein Plakat mit einer Person in einer dunkelblauen Uniform und weißer Mütze, die in einer heroischen Pose mit verschränkten Armen steht, mit der Aufschrift "Beitreten Sie die Marine - Der Dienst für kämpfende Männer" in fetter, schwarzer Schrift auf einem tiefen, dunkelblauen Hintergrund.

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen den Online-Verkauf von Kleidung ausgesprochen, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die Artikel als geschmacklos und forderte ihre umgehende Entfernung von den großen Handelsplattformen.

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Die Ware, darunter Sweatshirts und T-Shirts, wurde auf Seiten wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay entdeckt – was Fragen nach den Moderationsrichtlinien der Plattformen aufwirft.

Mouv'Enfants, geleitet von Gründer Arnaud Gallais, argumentierte, dass der Verkauf von Produkten mit Epsteins Initialen oder Abbildungen zutiefst unangemessen sei. Die Organisation betonte, Epstein sei keine Kultfigur, sondern ein Verbrecher, der für den systematischen Missbrauch von Minderjährigen verantwortlich sei. Die kommerzielle Verwertung seines Namens verharmlose seine Taten und instrumentalisiere die Opfer, so die Aktivisten.

Einige der Artikel zeigten etwa T-Shirts mit Epstein und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in einem roten Herz. Zwar bewegte sich Trump einst in denselben gesellschaftlichen Kreisen wie Epstein, doch distanzierte er sich später und bestritt, von dessen kriminellen Machenschaften gewusst zu haben.

Als Reaktion erklärten Vinted und eBay, die gelisteten Epstein-bezogenen Sweatshirts zu entfernen. Beide Plattformen verwiesen auf ihre Null-Toleranz-Politik gegenüber Inhalten, die sexualisierte Gewalt verherrlichen. Vinted präzisierte, solche Verkäufe verstießen gegen die eigenen Richtlinien, während eBay seine strengen Moderationsmaßnahmen bekräftigte.

Mouv'Enfants wies zudem auf ein grundsätzlicheres Problem hin: Keine große Handelsplattform habe in den vergangenen Jahren ähnliche Merchandise-Artikel zu anderen berüchtigten Straftätern wie Fourniret oder Dutroux zugelassen. Die Gruppe kritisierte, dass digitale Plattformen schädliche Inhalte unzureichend kontrollierten, und sah darin ein Zeichen ihrer unkontrollierten Macht.

Die Kontroverse führte bei einigen Anbietern zu schnellem Handeln – Vinted und eBay kündigten an, die Artikel zu löschen. Mouv'Enfants setzt sich weiterhin für strengere Aufsicht ein, um den Verkauf von Fanartikeln zu verurteilten Straftätern zu unterbinden. Der Fall wirft Fragen auf, wie Online-Marktplätze anstößige Inhalte überwachen und ihre eigenen Richtlinien durchsetzen.

Quelle