17 March 2026, 22:04

Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn: Blockade führt zu Haftstrafen auf Bewährung

Gruppe von Menschen vor einer Abflugtafel mit einer 'Abgesagt aufgrund der Klimakrise' Schilder, Gepäckwagen sichtbar, Deckenbeleuchtung erhellt die Szene.

Flughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn: Blockade führt zu Haftstrafen auf Bewährung

Zwei Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation sind wegen der Blockade einer Startbahn am Flughafen Köln/Bonn im August 2024 verurteilt worden. Ihr Protest führte zu erheblichen Behinderungen, die Flugausfälle und finanzielle Verluste für den Flughafen zur Folge hatten.

Das Duo – eine 45-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann – hatte sich mit Bolzenschneidern durch den Außenzaun des Flughafens geschnitten und sich anschließend auf einer Rollbahn festgeklebt. Dadurch mussten 20 Flüge gestrichen, einer umgeleitet und drei Maschinen an das Gate zurückbeordert werden. Rund 3.000 Passagiere waren direkt von Verspätungen betroffen, weitere 13.000 indirekt. Der Flughafen bezifferte die Verluste auf mindestens 50.000 Euro.

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Das Gericht verurteilte den 27-Jährigen zu einer elfmonatigen Haftstrafe auf Bewährung, die 45-Jährige erhielt neun Monate auf Bewährung. Beide müssen zudem jeweils 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Am selben Tag gab es ähnliche Proteste an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg. Andere deutsche Flughäfen wurden an diesem Tag nicht von Aktionen der Letzten Generation beeinträchtigt.

Die Verurteilungen folgen auf einen Protest, der erhebliche betriebliche und finanzielle Schäden verursacht hatte. Die Strafen für die Aktivisten umfassen Geldauflagen, Gemeinschaftsdienst und bewährungsweise ausgesetzte Haftstrafen. Der Flughafen prüft weiterhin das volle Ausmaß der Störungen.

Quelle