11 March 2026, 20:04

Klöckner & Co wird US-amerikanisch: Worthington Steel übernimmt deutschen Stahlhändler

Ein altes deutsches Aktienzertifikat mit einem Porträt eines Mannes und Text zur Herkunft der Aktie.

Klöckner & Co wird US-amerikanisch: Worthington Steel übernimmt deutschen Stahlhändler

Deutscher Stahlhändler Klöckner & Co wird US-amerikanisch – Übernahme durch Worthington Steel

Der deutsche Stahlhändler Klöckner & Co steht vor einem Eigentümerwechsel in die USA, nachdem der in Ohio ansässige Stahlkonzern Worthington Steel die Übernahme des Unternehmens vereinbart hat. Die im Januar 2026 bekannt gegebene Transaktion markiert einen einschneidenden Wandel für das Unternehmen, das weltweit rund 6.500 Mitarbeiter beschäftigt. Trotz eines Nettoverlusts im Jahr 2025 stieg der operative Gewinn des Konzerns im Vorjahr um 25 Prozent.

Worthington Steels Angebot lag 80 Prozent über dem Aktienkurs von Klöckner & Co Anfang Dezember 2025. Die Übernahme-Schwelle wurde später auf 57,5 Prozent gesenkt, nachdem Worthington zunächst 56,9 Prozent der Anteile sichern konnte und die Frist verlängert wurde.

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Klöckner & Co hatte in den vergangenen Jahren seinen Fokus vom klassischen Stahlhandel hin zur lukrativeren Metallverarbeitung verlagert. Dennoch sank der Umsatz 2025 auf 6,4 Milliarden Euro – ein Rückgang um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwar verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro, doch der operative Gewinn legte um ein Viertel zu.

Laut den Vereinbarungen bleibt Klöckner & Co auch nach der Übernahme eine eigenständige Tochtergesellschaft und behält seine aktuelle Führungsetage. Die angeschlagene Tochter Becker Group soll im Rahmen der Umstrukturierung veräußert werden. Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Mit dem Vollzug der Transaktion wechselt Klöckner & Co in US-amerikanischen Besitz, behält jedoch seine operative Unabhängigkeit. Die strategische Neuausrichtung hin zur Metallverarbeitung wird fortgesetzt, während der Verkauf der Becker Group weitere Veränderungen ankündigt. Der endgültige Abschluss des Deals wird für das späte Jahr 2026 erwartet.

Quelle