06 March 2026, 10:07

Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit

Der Eingang zum Kölner Dom in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür unten.

Minister Liminski darf weiterhin kostenlos in den Kölner Dom - Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit

Kölner Dom führt ab Juli Eintrittsgeld für Besucher ein

Ab Juli wird der Kölner Dom für Besichtigungen des Innenraums ein Eintrittsgeld erheben. Die genaue Höhe steht noch nicht fest, doch das Domkapitel wird die Details in den kommenden Wochen finalisieren. Mit der Maßnahme soll auf die hohen Kosten für die Erhaltung des historischen Sandsteingebäudes aufmerksam gemacht werden.

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Der Dom, der jährlich rund sechs Millionen Besucher anzieht, bleibt für Gläubige und Betende kostenfrei zugänglich. Diese Ausnahme wurde von offiziellen Stellen begrüßt, darunter auch von Nathanael Liminski, dem Europaminister von Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Kölner Dombauvereins. Er sieht darin einen positiven Schritt für die Kirchgangskultur.

Liminski selbst muss das Entgelt nicht entrichten – ein Vorteil, über den er scherzte und dabei auf die "Vorteile des Katholischseins" anspielte. Anfangs skeptisch gegenüber der Gebühr, vertraut er nun darauf, dass die Entscheidung wohlüberlegt getroffen wurde.

Der Minister lobte zudem die Transparenz des Doms bei der Darstellung der Finanzierungsbedürfnisse. Anders als bei früheren Kontroversen – etwa dem Ablasshandel – werde mit der neuen Gebühr offen über die wirtschaftlichen Herausforderungen bei der Erhaltung des Bauwerks informiert. Das Domkapitel betont, dass die Abgabe das Bewusstsein für die Erhaltungskosten schärfen soll, während der Zugang für Gläubige weiterhin gewährleistet bleibt.

Die Mehrheit der Dombesucher sind Touristen; die Gebühr gilt nur für den Innenraum. Die genauen Preise und Umsetzungsmodalitäten werden nach weiteren Planungen in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Das Eintrittsgeld tritt im Juli in Kraft, die endgültige Höhe steht jedoch noch nicht fest. Für Gottesdienstbesucher und Betende bleibt der Eintritt kostenfrei. Die Domführung hofft, mit der Maßnahme notwendige Mittel zu sichern, ohne die Zugänglichkeit für religiöse Zwecke einzuschränken.

Quelle