Krefelder FDP wählt neue Führung vor NRW-Landtagswahl 2025
Die Krefelder FDP hat nach einer überraschenden Ankündigung ihres langjährigen Vorsitzenden eine neue Führungsmannschaft gewählt. Joachim C. Heitmann, der die Partei über drei Jahrzehnte lang führte, kandidierte nicht erneut. Sein Rückzug ebnete den Weg für einen frisch aufgestellten Vorstand vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im kommenden Jahr.
Sebastian T. Stachelhaus setzte sich als neuer Kreisvorsitzender durch und erhielt etwa 66 Prozent der Stimmen. Er besiegte seine Mitkandidatin Dr. Tina Pannes in einem mit Spannung verfolgten Wahlkampf. Stachelhaus, seit 2004 FDP-Mitglied, bringt umfangreiche Erfahrung mit, darunter eine Amtszeit in der Landschaftsversammlung Rheinland von 2009 bis 2015. Aktuell vertritt er Krefeld-West im Stadtrat.
Als erster stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Norbert Ullrich gewählt, der ebenfalls rund zwei Drittel der Stimmen auf sich vereinte. Auch er setzte sich in einer separaten Abstimmung gegen Dr. Tina Pannes durch. Zum neuen Vorstand gehören weiterhin die stellvertretenden Vorsitzenden Florian Philipp Ott und Hans Christian Tenberg, Schatzmeister Carsten Repges sowie Schriftführerin Jennifer Kassing. Beisitzer sind Leander Beckers, Nathanael Gietmann, Erna Flesch, Franziska Lesch und Dr. Robert Schäfer.
Unter Heitmanns Führung setzte die Krefelder FDP über 30 Jahre lang auf liberale Politik. Zu den Schwerpunkten zählten wirtschaftsliberale Maßnahmen wie die Unterstützung des Ausbaus des Krefelder Technologieparks in den 2000er-Jahren. Die Partei trieb zudem die Entbürokratisierung der Stadtplanung voran, was in den 2010er-Jahren zu Reformen im Baurecht führte, die Genehmigungsverfahren beschleunigten. In jüngerer Zeit engagierte sie sich für nachhaltige Stadtmobilität, etwa durch den Ausbau der E-Bike-Infrastruktur und Verkehrsentlastungen, die in Ratsanträgen vorangetrieben wurden.
Die neue Führung markiert einen Wandel für die Krefelder FDP im Vorfeld der Landtagswahl 2025. Stachelhaus und sein Team werden nun die strategische Ausrichtung der Partei in Nordrhein-Westfalen prägen. Ihre inhaltlichen Prioritäten und politischen Ziele werden sich in den kommenden Monaten vor der Wahl konkretisieren.






