Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte verdoppelt, Sexualstraftaten steigen um 162 Prozent
Lara LangKriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte verdoppelt, Sexualstraftaten steigen um 162 Prozent
Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen steigt stark an
In den vergangenen fünf Jahren hat die Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) deutlich zugenommen. Die Statistik erfasst Straftaten an U-Bahn-, S-Bahn- und Fernbahnhöfen in der gesamten Region. Bis 2023 stieg die Zahl der Vorfälle auf fast 37.500 an, bevor sich ein leichter Rückgang abzeichnete.
Zwischen 2020 und 2025 erhöhte sich die Gesamtzahl der Straftaten an NRW-Bahnhöfen um 57 Prozent – von 19.380 auf 30.490 Delikte. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen um 32 Prozent, von 10.560 auf knapp 14.000.
Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Gewaltdelikte, die sich mehr als verdoppelten: von 2.325 auf 4.711 Fälle. Noch stärker stieg die Zahl der Sexualstraftaten – um 162 Prozent, von 169 auf 442 Fälle. Ein Polizeisprecher führte das erhöhte Fahrgastaufkommen, häufigere Verspätungen und eine verstärkte Polizeipräsenz als mögliche Gründe für den Anstieg der registrierten Straftaten an.
Auch 2025 blieb der Kölner Hauptbahnhof der am stärksten von Kriminalität betroffene Bahnhof – wie bereits 2020. Die fünf Bahnhöfe mit den meisten Vorfällen in diesem Jahr waren der Kölner Hauptbahnhof, Dortmund, Düsseldorf, Essen und Münster.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Kriminalität an NRW-Bahnhöfen 2023 ihren Höhepunkt erreichte, seitdem aber leicht zurückgeht. Trotz des jüngsten Rückgangs bleibt der Gesamttrend von 2020 bis 2025 deutlich positiv – die Fallzahlen sind insgesamt deutlich gestiegen. Die Polizei beobachtet die Entwicklung weiterhin genau.






