Kulturhaushalt 2027/28: Österreich spart 21 Millionen – doch nicht überall
Lara LangKulturhaushalt 2027/28: Österreich spart 21 Millionen – doch nicht überall
Die österreichische Bundesregierung hat den Kunst- und Kulturetat für die nächsten zwei Jahre finalisiert. Vizekanzler Andreas Babler bestätigte, dass drastische Kürzungen im Bereich vermieden wurden, allerdings gibt es in mehreren Bereichen dennoch Einsparungen.
Der Gesamtetat für Kunst und Kultur sinkt im kommenden Jahr um 3,3 Prozent und verringert sich damit um 21,1 Millionen Euro auf 608,7 Millionen Euro. 2028 steigt er leicht auf 617,9 Millionen Euro an – bedingt durch Sanierungsarbeiten im Salzburger Festspielbezirk.
Die Mittel für Bundeskunstmuseen werden von 157,2 Millionen Euro auf 151,2 Millionen Euro in den Jahren 2027 und 2028 gekürzt. Besonders betroffen ist das Museum für Volkskunde, das einen Einschnitt von 11,4 Millionen Euro hinnehmen muss. Auch die Denkmalschutzförderung wird um eine Million Euro reduziert, von 55 Millionen auf 54 Millionen Euro.
Die Bundestheater behalten ihre Basisfinanzierung von 204,2 Millionen Euro für beide Jahre. Die allgemeine Kunst- und Kulturförderung sinkt hingegen von 194,6 Millionen Euro auf 181 Millionen Euro im Jahr 2027. Das Programm FISAplus bleibt stabil: 55 Millionen Euro in diesem Jahr, 57 Millionen Euro 2027 und 53 Millionen Euro 2028.
Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) erhält 2027 und 2028 jährlich 37 Millionen Euro – eine Kürzung um zwei Millionen Euro gegenüber dem aktuellen Budget. Das Kulturministerium betonte, dass die Stabilisierung der ÖFI-Förderung Vorrang vor der Einführung einer neuen Streamingabgabe habe.
Trotz der allgemeinen Kürzungen bleiben zentrale Bereiche wie die Bundestheater und FISAplus stabil finanziert. Die Anpassungen spiegeln einen Spagat zwischen Sparmaßnahmen und der Unterstützung bedeutender Kultureinrichtungen wider. Der Anstieg 2028 ist auf konkrete Infrastrukturprojekte in Salzburg zurückzuführen.






