27 March 2026, 06:04

Kürzere Arbeitszeiten und mehr Lohn: ÖPNV-Beschäftigte in NRW profitieren ab 2027

Plakat mit einem Zug auf einem Gleis mit mehreren Menschen in der Nähe, begleitet von Text, der besagt: "Das amerikanische Arbeitsplatzprogramm wird den erschwinglichen öffentlichen Personennahverkehr ausbauen."

Kürzere Arbeitszeiten und mehr Lohn: ÖPNV-Beschäftigte in NRW profitieren ab 2027

Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen profitieren bald von kürzeren Arbeitszeiten und besseren Bezahlungsbedingungen. Ab Juli 2027 sinkt ihre Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden, bis Mitte 2028 dann auf 38 Stunden – und das bei vollem Lohnausgleich. Die Änderungen sollen die Arbeitsqualität verbessern, könnten aber gleichzeitig die Kosten für Betreiber und Fahrgäste steigen lassen.

Die neue Vereinbarung bringt mehrere zentrale Verbesserungen mit sich: Die wöchentliche Arbeitszeit reduziert sich schrittweise von 39 auf 38,5 Stunden im Juli 2027 und weiter auf 38 Stunden bis Juli 2028 – ohne Lohnkürzungen. Zudem steigen die Sonntagszuschläge, und die gesetzlichen Ruhezeiten werden verlängert. Diese Anpassungen folgen einem größeren Trend: Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit in der Region ist seit 2019 bereits um 1,8 Prozent gesunken, während sich die bundesweiten Zahlen kaum verändert haben.

Die Reformen könnten die Attraktivität von Jobs im Öffentlichen Verkehr erhöhen und die Personalgewinnung erleichtern. Allerdings könnte die gleiche Arbeitsleistung bei kürzeren Arbeitszeiten zusätzliches Personal erfordern, was die Lohnkosten in die Höhe treibt. Höhere Zuschläge und mehr freie Tage werden die Ausgaben weiter steigern – die Frage ist, wer die Zeche zahlt: Städte, Länder oder am Ende die Fahrgäste.

Unklar bleibt noch die Finanzierung, und die Verkehrsbetriebe warnen bereits vor möglichen Fahrpreiserhöhungen. Besonders in Solingen wurden die Fahrgäste darauf hingewiesen, langfristig mit Anpassungen der Ticketpreise zu rechnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Tarifabschluss stärkt zudem den Schutz und die Bezahlung von kurzfristig Beschäftigten im Verkehrssektor. Die Betreiber stehen nun vor höheren Ausgaben, während Fahrpreiserhöhungen am Horizont drohen. Wie die Mehrkosten gedeckt werden sollen – und wer sie tragen wird – ist jedoch noch offen.

Quelle