LANUV sucht Wolfsspuren: Bürger sollen Fotos von Wolfslosung einreichen
Elias LehmannStaatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - LANUV sucht Wolfsspuren: Bürger sollen Fotos von Wolfslosung einreichen
Nordrhein-Westfalens Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Wolfsbeobachtung. Die Behörde sucht Fotos von Wolfslosung, um die Ausbreitung der Tiere in der Region zu erforschen. Besonders angesprochen werden Naturnutzer wie Jäger und Wanderer, die sich häufig in freier Wildbahn aufhalten.
Wolfslosung ist leicht zu erkennen: Sie ist mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter dick und enthält oft sichtbare Haare, Knochenreste oder Überbleibsel von Beutetieren. Wölfe markieren mit ihrem Kot ihr Revier, indem sie ihn an gut sichtbaren, exponierten Stellen hinterlassen.
Falls ein eingereichtes Foto den Kriterien entspricht, entnimmt ein LANUV-Mitarbeiter eine Probe. Ein DNA-Test bestätigt anschließend, ob es sich tatsächlich um Wolfslosung handelt. Die Fotos können direkt über das Wolfsportal der Behörde hochgeladen werden, wo Fachleute sie prüfen.
In den vergangenen fünf Jahren wurde in NRW ein Wolfsrudel wissenschaftlich bestätigt: das Rheder Rudel bei Bocholt, das erstmals 2021 dokumentiert wurde. Zudem gab es zwei Einzelgänger – einen 2022 in der Nähe von Duisburg und einen weiteren 2024 bei Kleve. Im Nachbarland Niedersachsen wurden im gleichen Zeitraum drei Rudel und vier Einzelwölfe registriert.
Die gesammelten Daten helfen dem LANUV, die Wanderbewegungen und den Bestand der Wölfe in der Region zu kartieren. Durch die Analyse der DNA aus den Losungsproben können Forscher einzelne Tiere identifizieren und ihre Reviere bestimmen. Die Erkenntnisse fließen in Artenschutzmaßnahmen und Entscheidungen zum Wildtiermanagement ein.






