17 March 2026, 20:03

Lärmstreit um Kölner Volksbühne: Bundesgericht verweist Fall zurück

Eine Karte von Köln, Deutschland, die das Layout eines Gebäudes zeigt, mit begleitendem Text auf Papier.

Nachbarschaftsstreit mit der Kölner Volksbühne geht in die nächste Runde - Lärmstreit um Kölner Volksbühne: Bundesgericht verweist Fall zurück

Der langjährige Rechtsstreit um Lärmbelästigung durch das Kölner Volksbühne-Theater nimmt eine weitere Wendung. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Fall zur erneuten Prüfung an das Oberverwaltungsgericht Münster zurückverwiesen und damit eine endgültige Entscheidung verzögert. Anwohner in der Nähe des ehemaligen Druckereigebäudes, in dem heute das Theater untergebracht ist, klagen seit Anfang 2026 über laute Aufführungen und nächtliche Störungen.

Der Konflikt begann, als die Stadt 2025 eine Baugenehmigung erteilte, um die alte Druckerei in einen gemischt genutzten Komplex mit dem Volksbühne-Theater und Wohnungen umzuwandeln. Bald meldeten sich Nachbarn mit Beschwerden über verstärkte Musik, lautes Rufen während der Vorstellungen und nächtliche Bühnenarbeiten, die ihren Alltag beeinträchtigten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Juni 2024 gab das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster zunächst dem Freien Volksbühne-Verein, einer lokalen Initiative gegen die Genehmigung, recht. Die Richter argumentierten, dass der Theaterbetrieb unzumutbare Lärmbelastungen für die Anwohner verursachen würde. Dieses Urteil kippte die ursprüngliche Baugenehmigung und brachte das Projekt ins Stocken.

Der Fall landete daraufhin vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Doch das höchste Verwaltungsgericht kam zu dem Schluss, dass das Gericht in Münster nicht alle relevanten Tatsachen ausreichend geprüft hatte. Daraufhin wurde der Fall zur vertieften Bewertung an die regionale Instanz zurückgewiesen.

Das Verfahren wird nun in Münster fortgesetzt, wo das Gericht die Beweislage erneut prüfen muss, bevor ein neues Urteil gefällt wird. Bis dahin bleibt die Zukunft des Volksbühne-Betriebs – und die Ruhe der Anwohner – ungewiss. Beide Seiten warten gespannt auf die nächsten Schritte in diesem andauernden Streit.

Quelle