17 June 2026, 16:06

Mailänder Scala erhöht Preise – Proteste der "Loggionisti" folgen sofort

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

Mailänder Scala erhöht Preise – Proteste der "Loggionisti" folgen sofort

Mails Mailänder Scala erhöht Preise für begehrte Plätze um über 30 Prozent

Die Mailänder Oper La Scala hat die Ticketpreise für einige ihrer gefragtesten Plätze um mehr als 30 Prozent angehoben. Die Maßnahme sorgt vor allem bei den treuen Stammgästen für Unmut – insbesondere bei den „Loggionisti“, den Besuchern der oberen Ränge. Die Theaterleitung betont jedoch, dass die Erhöhungen nur einen kleinen Teil der Sitzplätze betreffen.

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Die Preisanpassungen erfolgen vor den anstehenden Tarifverhandlungen mit den Mitarbeitern und der geplanten Verlegung der Werkstätten des Hauses. Während die meisten Plätze nur geringfügig teurer werden, steigen die Preise für die Galerieplätze von 45,56 Euro in der Spielzeit 2025–26 auf 46,94 Euro im folgenden Jahr. Auch die Abo-Preise klettern von 800 auf 1.050 Euro.

Bereits während der Aufführungen kam es zu Protesten: Aus den oberen Rängen wurden Flugblätter geworfen, die die Preiserhöhungen kritisieren. La Scala bleibt damit das teuerste Theater Europas – nur das Salzburger Festspiele liegen noch darüber. Trotz der Empörung schloss Intendant Fortunato Ortombina weitere Erhöhungen unter seiner Führung aus. Das Theater wirtschaftet derzeit mit einem Überschuss, was die Leitung als Beleg für finanzielle Stabilität anführt.

Die neuen Preise gelten vorerst weiter. Die Scala-Führung hält die Reaktionen für überzogen, da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen betroffen sei. Hinter der Entscheidung stehen offenbar die solide finanzielle Lage des Hauses sowie anstehende strukturelle Veränderungen im Betrieb.

Quelle