Merkur startet mit Spielautomaten-Offensive in den nordamerikanischen Glücksspielmarkt
Elias LehmannDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur startet mit Spielautomaten-Offensive in den nordamerikanischen Glücksspielmarkt
Der deutsche Glücksspielanbieter Merkur dringt mit ehrgeizigen Plänen in den nordamerikanischen Markt vor: Das Unternehmen will künftig Tausende Spielautomaten pro Jahr in die USA und nach Kanada exportieren. Den Auftakt bildet 2025 der Versand von 800 bis 1.000 Geräten. Dieser Schritt folgt der jüngsten Übernahme des US-amerikanischen Herstellers Gaming Arts, mit der Merkur seine Marktposition stärken will.
Die Expansion kommt nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr. 2024 verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2023. Weltweit beschäftigt Merkur mittlerweile rund 15.300 Mitarbeiter, wobei der britische Markt nach Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt ist.
Mittelfristig peilt das Unternehmen den Verkauf von 5.000 Spielautomaten pro Jahr in Nordamerika an. Sämtliche Geräte werden im Werk Lübbecke in Ostwestfalen gefertigt. Geschäftsführer Lars Felderhoff sieht vor allem in den USA großes Potenzial, da der Glücksspielmarkt dort stark konzentriert sei.
Neben klassischen Automaten will Merkur auch sein digitales Angebot ausbauen. Virtuelle Spiele für Online-Plattformen und digitale Casino-Lösungen sollen Teil der US-Strategie werden. Bis 2026 strebt das Unternehmen zudem ein Umsatzwachstum von zehn Prozent auf 2,3 Milliarden Euro an – getrieben durch die internationale Expansion.
Als Sprungbrett für den nordamerikanischen Markt diente die Übernahme von Gaming Arts im Jahr 2025. Der Deal verschafft Merkur eine lokale Basis für Vertrieb und Betrieb vor Ort.
Der Markteintritt in Nordamerika beginnt 2025 mit 800 bis 1.000 Spielautomaten, bevor die Auslieferungen auf jährlich 5.000 Geräte gesteigert werden sollen. Umsatzwachstum und der Ausbau digitaler Spielangebote fließen in die internationale Wachstumsstrategie ein. Die Produktion bleibt dabei zentral am deutschen Standort in Lübbecke angesiedelt.






