17 March 2026, 06:04

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenztrend mit klarem Wirtschaftswachstum

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenztrend mit klarem Wirtschaftswachstum

Mönchengladbach hebt sich in Deutschlands Wirtschaft ab – mit sinkenden Insolvenzfällen

Mönchengladbach sticht in der deutschen Wirtschaftslandschaft positiv hervor, indem die Stadt dem bundesweiten Trend steigender Insolvenzen trotzt. Im IW-Dynamikranking 2024, das die wirtschaftliche Entwicklung von 401 Regionen bewertet, belegte Mönchengladbach Platz 27. Während in weiten Teilen Deutschlands die Insolvenzzahlen stiegen, verzeichnete die Stadt einen spürbaren Rückgang – sowohl bei Unternehmens- als auch bei Verbraucherinsolvenzen.

Die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Stadt gründet auf einem jahrzehntelangen Strukturwandel, der sie von ihren textilen Wurzeln wegführte. Noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts war Mönchengladbach mit über 100.000 Arbeitsplätzen in der Textilbranche eine Industriemacht – doch in den 1970er- und 1990er-Jahren folgte ein steiler Niedergang, als die Globalisierung die heimische Produktion traf. Heute prägen Logistik, Maschinenbau, Gesundheitswesen und moderne Dienstleistungen die Wirtschaft. Die Nähe zum Flughafen Düsseldorf und zu den Rheinhäfen hat Großunternehmen wie DHL und Peek & Cloppenburg angelockt, während lokale Hersteller wie Garbe Industrial Trucks und HKS Maschinenbau den Maschinenbausektor stärken. Gesundheitswirtschaft und IT beschäftigen mittlerweile rund 20 Prozent der Erwerbstätigen, unterstützt durch Bildungseinrichtungen wie die Hochschule Niederrhein und die Hochschule Rhein-Waal.

2025 gingen die Unternehmensinsolvenzen in Mönchengladbach um 8,0 Prozent auf 104 Fälle zurück, die Verbraucherinsolvenzen sanken um 9,0 Prozent auf 364 Fälle. Dies steht in krassem Gegensatz zum Anstieg in Nordrhein-Westfalen um 23,4 Prozent im Jahr 2024 und zur bundesweiten Zunahme von 8 bis 10 Prozent. Während benachbarte Städte im Regierungsbezirk Düsseldorf Insolvenzsteigerungen zwischen 6 und 19 Prozent verzeichneten, blieb Mönchengladbach eine positive Ausnahme.

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Bürgermeister Felix Heinrichs führt die Stabilität der Stadt auf konsequente Wirtschaftspolitik und eine starke mittelständische Basis zurück. Der kommunale Gewerbesteuerhebesatz liegt seit 2016 unverändert bei 490 Prozent und bietet Unternehmen Planungssicherheit. Aktuelle Projekte wie der Wissens- und Innovationscampus sowie ein neuer Gewerbepark am Flughafen sollen das Wachstum langfristig sichern.

Mönchengladbachs wirtschaftlicher Wandel macht die Stadt zu einem Vorzeigebeispiel in schwierigen Zeiten. Mit sinkenden Insolvenzzahlen und wachsenden Schlüsselsektoren scheint sich die Strategie aus Infrastrukturinvestitionen und Fachkräftesicherung auszuzahlen. Die stabile Steuerpolitik und die Förderung von Bildung festigen zudem den Ruf als verlässlicher Wirtschaftsstandort in der Region.

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