09 May 2026, 12:03

Mozarts Così fan tutte wird in Wiesbaden zum radikalen Beziehungsexperiment

Schwarz-weiß-Porträt des Komponisten F. Cocchi in einem Smoking, mit der Beschriftung "Die Musik der Oper" unten.

Mozarts Così fan tutte wird in Wiesbaden zum radikalen Beziehungsexperiment

Das Staatstheater Wiesbaden wagt mit Mozarts Così fan tutte ein radikales Experiment

Für die kommende Spielzeit setzt das Staatstheater Wiesbaden auf einen kühnen Neuanfang mit Mozarts Così fan tutte. Statt einer klassischen Aufführung wird die Oper als Echtzeit-Beziehungsstudie inszeniert – mit dem Publikum in einer zentralen Rolle. Zwanzig junge Paare betreten die Bühne und werden selbst Teil des Stücks, statt nur Zuschauer zu bleiben.

Regisseurin Marie-Ève Signeyrole dekonstruiert das klassische Werk, um zu provozieren und herauszufordern, statt bloße Unterhaltung zu bieten. Die Bühne verwandelt sich in eine Kunstschule, in der das Publikum die Rolle von Studierenden übernimmt. Die Figuren der Oper wiederum beobachten, testen und manipulieren sie – und legen schonungslos die Wahrheiten über zwischenmenschliche Beziehungen offen.

Die Vorstellung beginnt, noch bevor sich der Vorhang hebt. Die Teilnehmer betreten die Kulissen, umgeben von Kostümen, verschlungenen Wegen und flüchtigen Blicken – die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt. Vorwissen über Oper ist nicht nötig, nur Mut und vielleicht eine Portion Humor.

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Das Theater sucht junge Paare zwischen 18 und 35 Jahren, die mitmachen möchten. Die Tickets kosten lediglich 10 Euro, doch der emotionale Einsatz wird weit höher sein. Für die Ausgewählten verspricht das Erlebnis alles andere als passiv zu werden.

Dieses neu interpretierte Così fan tutte macht die Oper zu einem immersiven Experiment. Das Publikum wird nicht nur zuschauen, sondern die Aufführung aktiv mitgestalten – und dabei die eigenen Beziehungen unter dem Scheinwerferlicht auf die Probe stellen. Mit dem niedrigen Eintrittspreis und hoher emotionaler Intensität will die Produktion zeigen, wie Oper moderne Zuschauer auf neue Weise begeistern kann.

Quelle